Großrazzia auf Koh Samui: Minister kündigt Kampf gegen Verbrechen an

Nach tödlichen Unfällen und Gewalt auf Samui greift der Tourismusminister hart durch: Er erklärt illegalen Strohmännern den Krieg und verordnet dem Insel-Paradies ein radikales Sicherheitspaket. Doch reicht das zur Rettung?

Bau-Skandal auf Koh Samui: Illegale Luxusvillen im Visier
Matichon

KOH SAMUI – Tourismusminister Surasak Phancharoenworakul hat auf einer Krisensitzung ein Fünf-Punkte-Programm für die Sicherheit auf den Trauminseln Koh Samui, Koh Phangan und Koh Tao angeordnet. Auslöser waren zwei schwere Vorfälle: die Erschießung eines Taxifahrers und ein tödlicher Verkehrsunfall eines ausländischen Touristen mit einem Arzt.

Schweigeminute vor der Krisensitzung

Am 17. Juni 2026 trommelte der Minister im Nora Buri Resort & Spa die Spitzen von Touristenpolizei, Tourismusamt und Provinzverwaltung zusammen. Vor Beginn gedachten Minister Surasak und die versammelten Beamten mit einer Schweigeminute Ihrer Königlichen Hoheit Prinzessin Bajrakitiyabha.

Danach machte der Minister unmissverständlich klar, worum es geht: Thailands Tourismus müsse zu einem „High Value Tourism“ werden. Hochwertige Gäste sollen kommen, das Einkommen in den Gemeinden ankommen und die Sicherheit internationalen Standards genügen.

Taxifahrer erschossen, Tourist rast in Arzt

Zwei Vorfälle hatten das Vertrauen erschüttert und die Sitzung erzwungen. Auf Koh Samui war ein Taxifahrer erschossen worden, in einem anderen Fall verunglückte ein ausländischer Tourist mit seinem Motorrad tödlich und riss einen Arzt mit in den Tod.

Die Sitzung analysierte beide Fälle gezielt, um Sicherheitslücken zu schließen und Risiken zu minimieren. Das direkte Eingreifen des Ministers zeigt, wie ernst Bangkok die Imagegefahr für die Inseln nimmt.

„Samui-Modell“ soll wilde Vermietungen stoppen

Minister Surasak erteilte fünf klare Anweisungen. Ganz oben steht eine gemeinsame Arbeitsgruppe aus Polizei, Verwaltung und Verkehrsbehörden, die die Sicherheit auf den drei Inseln systematisch überwachen soll.

Als „Samui-Modell“ soll die strikte Regulierung von Mietfahrzeugen greifen. Vermietern droht hartes Durchgreifen, wenn sie Fahrzeuge an Ausländer ohne Führerschein überlassen. Verkehrsdisziplin und hundertprozentige Helmpflicht werden knallhart eingefordert.

Kaputte Straßen und Nominee-Netzwerke im Visier

Gleichzeitig ordnete der Minister eine beschleunigte Sanierung der Infrastruktur an. Straßen, Strom, Wasser und Abfallwirtschaft auf Samui, Phangan und Tao sollen überholt werden, die Provinz soll Budgets aus der Zentralregierung koordinieren.

Ein weiterer Schlag gilt illegalen Nominee-Geschäften. Tourismusunternehmen, die Strohmänner einsetzen, um ausländische Kontrolle zu verschleiern, werden überprüft und unterdrückt. Ziel ist ein faires Wirtschaftssystem, das den Ruf des Landes nicht länger beschädigt.

Eine App für alle Fälle und globale Sportereignisse

Als fünfte Säule treibt Surasak eine „One Stop Application“ voran. Die App soll sämtliche Hilfe und Kommunikation für Touristen bündeln und den Gästen das Gefühl geben, jederzeit geschützt zu sein.

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Zusätzlich plant das Ministerium Weltklasse-Sportveranstaltungen in der Region. Sie sollen Premium-Touristen anlocken und Einnahmen generieren, die das neue Sicherheitsniveau langfristig finanzieren helfen.

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Quelle: Thairath

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