PATTAYA – Ein indischer Verbandschef filmt eine Warnung vor Kräuter-Abzocke und wird dabei Zeuge, wie sich ein pakistanischer Mann vor ihm entblößt. Kurz darauf platzt ein bangladeschischer Tourist auf die Wache und meldet den Verlust von über 10.000 Baht durch dieselbe Masche.
Entblößung während Aufklärungsvideo
Lakshman Singh, Präsident der Indian Association of Pattaya, erstattete am Abend des 16. Juni Anzeige bei der Polizei. Er hatte ein Video gedreht, um indische Touristen vor mutmaßlichen Betrugsmaschen mit Kräutermedizin zu warnen.
Dabei soll sich ein 30-jähriger Pakistaner namens Mr. Tario plötzlich vor der Kamera entblößt haben. Die Beamten luden beide Parteien zur Befragung vor.
Bußgeld und Freilassung
Die Polizei verurteilte Mr. Tario zu einer Geldstrafe von 2.000 Baht. Der Vorwurf lautete auf öffentliche Beleidigung.
Nach Zahlung des Betrags wurde der Mann freigelassen. Der Fall schien zunächst abgeschlossen.
Bangladeschischer Tourist verliert über 10.000 Baht
Während Journalisten auf der Wache waren, erschien ein Tourist aus Bangladesch. Er meldete, dass er mehr als 10.000 Baht losgeworden sei.
Eine Gruppe pakistanischer Männer hatte ihn am Pattaya Beach angesprochen. Sie versprachen ihm, Bauchfett zu reduzieren und seine körperliche Leistung mit pflanzlichen Mitteln zu steigern.
Umzingelt und unter Druck gesetzt
Der Mann lehnte mehrfach ab, wurde aber von mehreren Männern umzingelt. Er fühlte sich unsicher und bekam Angst um seine Sicherheit.
Die Gruppe überredete ihn, Honig in einem Supermarkt zu kaufen. Dann brachte sie ihn in einen Kräuterladen, wo Produkte vor seinen Augen gemischt wurden.
Teilrückerstattung im abgeschirmten Laden
Journalisten begleiteten den Touristen später zu dem Geschäft. Die Räume waren mit blickdichten Brettern verkleidet, Schilder verboten das Fotografieren.
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Drinnen arbeiteten zwei Thailänderinnen. Mehrere pakistanische Männer draußen verschwanden sofort, als die Gruppe eintraf.
Laden zahlt 8.000 Baht zurück
Nach Gesprächen erstattete der Laden 8.000 Baht. Der pakistanische Inhaber, der mit einer Thailänderin verheiratet ist, begründete den Abzug mit der ursprünglichen Zahlung in Euro.
Eine Mitarbeiterin bestätigte die Masche: Pakistaner sprechen Touristen in Strandgebieten an und lotsen sie in das Geschäft. Dort werden Kräuterprodukte zu hohen Preisen verkauft.
Tourist bricht Urlaub ab
Der Bangladescher akzeptierte die Teilrückerstattung, will aber sofort nach Hause. Er hatte eine Woche in Pattaya geplant, fliegt nun einen Tag später zurück.
Sein Sicherheitsgefühl sei dahin. Er fühle sich in der Stadt nicht mehr wohl.
Zehntausende Baht Schaden bei früheren Fällen
Ermittler kennen solche Beschwerden bereits. Indische und andere ausländische Urlauber meldeten Verluste von zehntausenden bis über 100.000 Baht.
Die Behörden prüfen jetzt die Aktivitäten der Vermittler, die Herkunft der Kräuterprodukte und die Rechtmäßigkeit des gesamten Geschäftsbetriebs.
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