Phukets neuer Chef fordert: Weniger Skandalmeldungen, mehr Vertrauen

Phukets neuer Tourismuschef kritisiert: Die Behörden publizieren jeden Einsatz gegen illegale Geschäfte – das schadet dem Vertrauen in die Insel mehr als die Vorfälle selbst.

Phukets neuer Chef fordert: Weniger Skandalmeldungen, mehr Vertrauen
Phuket Info Center

PHUKET – Der neue Präsident der Phuket Tourist Association fordert die Regierung auf, negative Schlagzeilen über die Insel zu vermeiden. Sarayut Mallam kritisiert öffentlich inszenierte Razzien gegen illegale Aktivitäten und warnt vor einem Vertrauensverlust bei Touristen.

Razzien nicht öffentlich inszenieren

Polizei und Behörden sollen weiterhin gegen Strohmann-Geschäfte, illegale Reiseleiter, wilde Taxis und Strandbebauung vorgehen. Doch jede Razzia medienwirksam auszuschlachten, schade dem Image der Insel, sagte Sarayut Mallam nach seiner Wahl am 22. Juli.

Er fordert eine Durchsetzung der Gesetze ohne öffentliches Spektakel. Das Vertrauen von Urlaubern und Investoren in Phuket habe unter der lauten Berichterstattung bereits gelitten.

Phuket erhalte unverhältnismäßig negative Berichterstattung

Viele der Probleme, die in Phuket Schlagzeilen machen, gebe es auch in Pattaya, Hua Hin, Koh Samui und Bangkok. Die Insel bekomme jedoch überproportional viel negative Aufmerksamkeit, kritisierte der neue Verbandschef.

Im Tourismusministerium habe er in Beratungsgremien darauf gedrängt, Phukets Stärken herauszustellen. Die ständige Fixierung auf Mängel gefährde den Ruf des Reiseziels.

34 Jahre Erfahrung als Rüstzeug

Sarayut Mallam blickt auf 34 Jahre im Komitee der Phuket Tourist Association zurück. Er hat mehrere Krisen miterlebt: den Tsunami 2004, die Covid-19-Pandemie und internationale Konflikte.

Diese Erfahrung gebe ihm ein tiefes Verständnis für die Tourismusindustrie der Insel. Als Präsident will er nun das Vertrauen von Urlaubern und Investoren wiederherstellen.

Ministerbesuch im August geplant

Tourismusminister Sorawong Thienthong hat zugesagt, Phuket im August zu besuchen. Bei dem Treffen soll es darum gehen, das Image der Insel zu verbessern und ihre positive Seite zu fördern.

Sarayut Mallam begrüßt den Besuch und will dabei Wege besprechen, wie die Provinz künftig besser vermarktet werden kann.

Infrastruktur und hochwertigere Besucher

Der Verband will mit dem Privatsektor zusammenarbeiten, um die Infrastruktur auszubauen. Besonders die Verkehrsüberlastung auf der Insel soll angegangen werden.

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Ziel ist es, qualitativ hochwertigere Besucher anzuziehen. Einige bestehende Gesetze müssten dazu zugunsten der Einheimischen aktualisiert werden, sagte Sarayut Mallam.

Bangla-Road-Vorfall als jüngstes Beispiel

Die Debatte um Phukets Image wird durch aktuelle Vorfälle immer wieder angeheizt. Zuletzt griff ein ausländischer Mann auf der Bangla Road eine thailändische Frau an, weil er sie beschuldigt hatte, die Tasche seiner Freundin gestohlen zu haben.

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Solche Schlagzeilen prägen die öffentliche Wahrnehmung und erschweren es dem Verband, ein positives Bild der Insel zu vermitteln.

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Quelle: Thaiger

Ein Kommentar zu „Phukets neuer Chef fordert: Weniger Skandalmeldungen, mehr Vertrauen

  1. Es wäre ja nachvollziehbar, dass sich da so ein Tourismusmanager keinen negativen Medienrummel wünschen würde. Verstehe ich! Insbesondere keine zur Jagd auf illegale Nominee-Firmen. Sowas kann die Investitionslaune von Ausländern schon so richtig ausbremsen. Nur und das sollte man dem Herrn Sarayut Mallam aber mal stecken, dass die Anutin-Regierung genau diesen Rummel öffentlich wirksam will und fördert. Vielleicht weniger um ein paar ausländische Investoren abzuschrecken die ihr Geld in diesem Land abgeben wollten. Vielmehr um dem eigenen Klientel vorzuführen, wie eisenhart sie die Interessen ihrer Leute schützt. Wobei man darüber wirklich diskutieren könnte ob das tatsächlich so sei. Aber egal, das Narrativ ist geschaffen und das muss bedient werden.
    Und dazu kommt, die thailändischen Behörden sind gar nicht in der Lage (zig-)tausende Verfahren gegen Nominee-Firmen durchzuziehen. Aber viel Lärm machen könnte ja auch helfen, oder? Erinnert mich irgendwie an meinen Hund. Hinter dem Gartentor könnte man glauben da lauert ein Ungeheuer. Macht man das Tor auf, kommt nur ein kleines, schüchternes Hündchen hervor der ganz schnell wieder hinter dem Tor verschwinden will.

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