EILMELDUNG: Franzose nach Polizeieinsatz in Bangkok gestorben

Der 34-Jährige starb am Samstagmorgen in einer Bangkoker Klinik. Die Polizeistation Khlong Tan bestätigte den Fall. Ein Update zu unserem Bericht vom Freitag.

BANGKOK – Der 34-jährige Franzose, der am Freitag in der Soi Phatthanakan 43 einen Polizeieinsatz ausgelöst hatte, ist am Samstagmorgen gestorben. Das teilte die zuständige Polizeistation Khlong Tan mit. Der Wochenblitz hatte über den Vorfall bereits am 24. Juli berichtet – dieser Beitrag ist ein Update zum aktuellen Stand.

Google Werbung

Polizei bestätigt Tod im Krankenhaus

Polizeioberst Phisit Miwiriyakul, Leiter der Polizeistation Khlong Tan, gab die Nachricht am Samstag, 25. Juli, gegen 9 Uhr bekannt. Nach seinen Angaben starb der Mann während der Behandlung im Polizeikrankenhaus in Bangkok. Die thailändischen Behörden führen ihn unter dem Namen Ba Adam.

Der 34-Jährige war am Vortag nach dem Einsatz in der Soi Phatthanakan 43 im Bezirk Suan Luang in die Klinik gebracht worden. Zum genauen Todeszeitpunkt und zum Ergebnis der rechtsmedizinischen Untersuchung machte die Polizei zunächst keine Angaben.

Google Werbung

Das hatte der Wochenblitz bereits berichtet

Über den Einsatz selbst haben wir am 25. Juli berichtet: Bangkok: Franzose geht mit Messer auf Polizisten los – Beamte schießen. Zum Zeitpunkt dieser Meldung wurde der Mann noch im Polizeikrankenhaus behandelt, sein Zustand galt als kritisch.

Nach Darstellung der Polizei hatte der Franzose zuvor Anwohner bedroht und Sachschaden an Geschäften verursacht. Nach einem wirkungslosen Taser-Einsatz machten die Beamten von der Dienstwaffe Gebrauch. Die neuen Angaben aus Khlong Tan ergänzen diesen Stand.

Google Werbung

Beteiligter Polizist ist außer Gefahr

Der bei dem Einsatz verletzte Beamte Jaruj Yaemsruan von der Präventionseinheit der Station Khlong Tan wurde in einem Bangkoker Krankenhaus versorgt. Nach Angaben seiner Dienststelle ist er außer Gefahr. Zur Dauer seines Ausfalls machte die Polizei keine Angaben.

Weitere Einsatzkräfte oder Anwohner kamen nach Polizeiangaben nicht zu Schaden. Der Sachschaden in der Soi wird derzeit erfasst. Geschäftsinhaber prüfen, welche Ansprüche sie geltend machen können – ein Punkt, der sich nach dem Tod des Beschuldigten rechtlich verkompliziert.

Google Werbung

Gerichtliche Todesermittlung ist vorgeschrieben

Stirbt in Thailand ein Mensch im Zusammenhang mit einer Amtshandlung, schreibt die thailändische Strafprozessordnung ein gerichtliches Todesermittlungsverfahren vor. Staatsanwaltschaft, Polizei und ein Rechtsmediziner untersuchen den Fall gemeinsam, das Ergebnis legt ein Gericht fest.

Solche Verfahren dauern in der Regel Monate. Geprüft wird dabei auch, ob der Waffengebrauch der Beamten verhältnismäßig war. Ein Ergebnis lag zum Zeitpunkt dieser Meldung nicht vor, die Ermittlungen zum Hintergrund des Verhaltens laufen weiter.

Lesen Sie auch: Obdachloser nach Ausraster in Massagesalon in Psychiatrie eingewiesen

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Lesen Sie auch: Phuket-Beamter überfährt russischen Urlauber – Ermittlungen laufen

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: Daily News