PHUKET, Thailand – Phukets Müllsystem gerät zunehmend unter Druck: Täglich werden 1.200 bis 1.300 Tonnen Abfall zur Entsorgung gebracht. Auf der Deponie lagern bereits schätzungsweise 1,2 Millionen Tonnen Müll – mehr, als die Anlage aufnehmen kann. Eine zweite Müllverbrennungsanlage soll Mitte 2027 fertiggestellt werden.
Deponie hat ihre Kapazitätsgrenze überschritten
Das Phuket Provincial Integrated Waste Disposal Center wird von der Stadtverwaltung Phuket betrieben und nimmt den Abfall aller 18 lokalen Verwaltungsorganisationen der Provinz auf. Nach Angaben von Bürgermeister Suppachoke Laongphet gelangen jeden Tag 1.200 bis 1.300 Tonnen Müll zur Anlage.
Im Deponiebereich liegen inzwischen rund 1,2 Millionen Tonnen Abfall. Die Stadtverwaltung arbeitet nach eigenen Angaben dringend daran, ältere Müllmengen zu entfernen und so Platz für neuen Abfall zu schaffen.
Zweite Verbrennungsanlage soll 500 Tonnen täglich verarbeiten
Eine zweite Müllverbrennungsanlage befindet sich im Bau. Sie soll Mitte 2027 fertiggestellt werden und weitere 500 Tonnen Abfall pro Tag verarbeiten können.
Bürgermeister Suppachoke rief zugleich dazu auf, Müll bereits an der Quelle zu vermeiden. Vor allem organische Abfälle müssten reduziert werden; sie machen nach seinen Angaben bis zu 60 Prozent des gesamten Müllaufkommens aus.
Abfall wird auch zur Stromerzeugung genutzt
Das Müllproblem war auch Thema eines Besuchs des Energieamts der Provinz Phuket am Dienstag (18. August) im städtischen Entsorgungszentrum. Die Delegation informierte sich über die Abläufe bei der Abfallentsorgung und über die Nutzung von Müll zur Stromerzeugung.
Die Stadtverwaltung entwickelt die Energiegewinnung aus Abfall, um die Ansammlung von Müll zu verringern und zugleich erneuerbare Energie stärker zu nutzen. Phuket steht dabei vor der Aufgabe, den Abfall von Einwohnern, Unternehmen und der Tourismusbranche zu bewältigen.
Stadt kritisiert Vorgaben mehrerer Ministerien
Beim Besuch von Teilnehmern des Advanced Executive Development Program der Kommission für den öffentlichen Dienst erklärte Suppachoke auch, manche Gesetze und Vorschriften mehrerer Ministerien würden die besonderen Bedingungen Phukets nicht ausreichend berücksichtigen.
Dadurch entstünden in einigen Bereichen Einschränkungen für die Stadtverwaltung. Die Arbeiten an der Deponie laufen laut Stadtverwaltung unter Beachtung der geltenden Gesetze und Vorschriften.
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