KAMPHAENG PHET – Ein tödlicher Verkehrsunfall erschüttert eine Familie in der Provinz Kamphaeng Phet. Ein Polizeibeamter fuhr mit seinem Pick-up auf ein Motorrad auf. Die 40-jährige Fahrerin starb, ihre beiden Töchter kämpfen auf der Intensivstation um ihr Leben. Nun stehen sich widersprüchliche Aussagen von Polizist und Zeuge gegenüber.
Widersprüchliche Angaben zum Unfallhergang
Der 53-jährige Polizeioberkommissar Kriangkrai gab an, die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren zu haben, als es einen Hügel hinunterfuhr. Nach seiner Darstellung geriet der Wagen ins Rutschen und prallte auf das Heck des Motorrads.
Ein namentlich nicht genannter Autofahrer, der den Unfall beobachtete, widerspricht dieser Version. Er berichtete, der Pick-up sei einfach auf das vor ihm fahrende Motorrad aufgefahren. Der Polizist habe am Unfallort behauptet, das Motorrad habe ihm den Weg geschnitten.
Geldübergabe am Sarg
Heute fand im Wat Khlong Pla Ra Samakkhi Tham die Trauerfeier für die Verstorbene statt. Polizeioberkommissar Kriangkrai erschien, um vor dem Sarg um Vergebung zu bitten und Geld für die Bestattungskosten zu übergeben.
Er betonte, diese Zahlung sei nur für die Beerdigung. Über eine umfassende Entschädigung werde nach der Trauerfeier gesprochen. Er werde für alles aufkommen, sich um die Kinder kümmern und auch für ein Fahrzeug sorgen.
Alkoholvorwurf im Raum
Der Zeuge berichtete, am Unfallort Alkoholgeruch bei dem Polizeibeamten wahrgenommen zu haben. Der Fahrer habe einen benommenen, verwirrten Eindruck gemacht.
Kriangkrai selbst bestreitet den Konsum von Alkohol ausdrücklich. Er versicherte, während der Fahrt zum Unfallzeitpunkt definitiv nichts getrunken zu haben.
Kinder auf der Intensivstation
Die 20-jährige Nicha und ihre 16-jährige Schwester Nanchicha wurden bei dem Unfall schwer verletzt. Nicha äußerte tiefe Sorge um ihre jüngere Schwester: „Ich habe Angst, wenn das Kind aufwacht, wie wird das Gedächtnis sein, wie wird das Gehirn sein? Jetzt ist mein Geschwisterkind noch nicht wieder bei Bewusstsein.“
Der Zeuge besuchte die Kinder im Krankenhaus. Beide liegen auf der Intensivstation und befinden sich in kritischem Zustand. Das jüngere Kind befand sich am Unfallort in einem lebensbedrohlichen Zustand werden.
Familie ohne ihr Rückgrat
Der 35-jährige Bruder der Verstorbenen, Anon, schilderte die existenzielle Not der Familie. Seine Schwester war die Hauptversorgerin. Der Vater der Kinder kümmere sich kaum, er selbst leide an einer Nierenerkrankung im dritten Stadium und sei arbeitslos.
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Auch die Großmutter ist nierenkrank. Anon erfuhr vom Unfall durch zugesandte Bilder. Er beschrieb den Zustand seiner Schwester: Sie wurde vom Fahrzeug weggeschleudert und landete in einem Abwasserkanal.
Zeuge will für Gerechtigkeit aussagen
Der Augenzeuge schilderte, wie er unmittelbar nach dem Aufprall die Verletzten auf der Straße und die Mutter im Abwasserkanal auffand.
Er kündigte an, in diesem Fall als Zeuge aussagen zu wollen. Er habe gehört, dass es bereits ähnliche Vorfälle mit dem Polizeibeamten gegeben haben soll. Die Familie fürchtet, keine Gerechtigkeit zu erfahren und dass der Beamte seine Entschädigungszusagen nicht einhält.
Pick-up fuhr 300 Meter weiter
Nach dem Zusammenstoß fuhr der Pick-up des Polizisten noch etwa 300 Meter weiter. Dann wendete das Fahrzeug und hielt an der Unfallstelle. Der Fahrer stieg aus und gestikulierte.
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Der Zeuge widersprach dem Polizisten am Unfallort direkt. Er sagte ihm, nicht das Motorrad habe den Weg geschnitten, sondern er sei selbst aufgefahren. Der Dorfvorsteher und Gemeindeführer waren bei der Übergabe des Bestattungsgeldes anwesend.

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