AYUTTHAYA, THAILAND – Ein ranghoher Mönch aus der geschichtsträchtigen Stadt Ayutthaya ist seit über einem Monat spurlos verschwunden. Die Polizei sucht fieberhaft nach dem 58-jährigen Abt, der nach einer Familienreise unter mysteriösen Umständen untertauchte.
Abts rätselhaftes Verschwinden
Phra Khru Palad Sombat Sirisuwanno leitet eigentlich den Sanam Chai Tempel in Ayutthaya. Doch seit dem 18. März fehlt von dem Geistlichen jede Nachricht.
Seine besorgten Verwandten meldeten ihn am 7. April bei der Polizei als vermisst. Die Beamten werten nun Videoaufnahmen aus, um seinen Weg quer durch das Land zu rekonstruieren.
Eine Reise mit Hindernissen
Ursprünglich wollte der Abt seinen psychisch kranken Sohn von Ratchaburi nach Khon Kaen zu dessen Mutter bringen. Ein Tempeldiener berichtete, dass der Mönch danach sofort zur Vorbereitung einer feierlichen Priesterweihe zurückkehren wollte.
Der Sohn kam sicher in Khon Kaen an, doch sein Vater kehrte nie heim. Auf der Rückfahrt änderte der Abt plötzlich seine Pläne und verlangte, nach Chiang Mai gebracht zu werden.
Spur verliert sich am Busbahnhof
Da sein Fahrer keine Zeit hatte, stieg der Mönch in ein anderes Auto um, das ihn nach Tak brachte. Kameras filmten ihn dort an einer Tankstelle und später bei der Überquerung einer Brücke.
Zuletzt sah man ihn am 18. März am Busbahnhof von Phitsanulok. Dort stieg er gegen halb elf Uhr morgens auf ein Motorradtaxi und verschwand im dichten Stadtverkehr.
Ungewöhnliches Verhalten wirft Fragen auf
Religionswächter zeigen sich alarmiert über das untypische Vorgehen des Mannes. Normalerweise reist ein Abt dieses Ranges niemals allein, sondern immer in Begleitung von engen Vertrauten.
Diesmal organisierte er seine Fahrten jedoch komplett privat. Zwar gab es keinen Streit im Tempel, doch der Abt klagte wohl öfter über gesundheitliche Probleme.
Angst vor neuen Regeln
Auch die Finanzen des Tempels werden nun genau unter die Lupe genommen. Rund 100.000 Baht für ein Bauprojekt waren bereits teilweise ausgegeben, während der Abt privates Geld bei sich trug.
Sein Sohn glaubt, dass der Druck durch neue bürokratische Vorschriften bei der Geldverwaltung zu groß wurde. Er fürchtet, dass die psychische Belastung seinen Vater in die Flucht getrieben hat.
Verzweifelter Appell des Sohnes
In einer emotionalen Botschaft bittet der Sohn seinen Vater inständig um ein Lebenszeichen. Falls die Last des Amtes zu schwer sei, solle er einfach zurückkehren.
Er müsse nicht als Mönch weiterleben, sondern könne auch als normaler Zivilist ein ruhiges Leben führen. Die Familie will nur die Gewissheit haben, dass er noch am Leben ist.
Deine Meinung
Glaubst du, dass der enorme Druck einer Führungsposition einen Menschen dazu treiben kann, seine gesamte Existenz einfach auszulöschen?
Schreib uns deine Gedanken in die Kommentare.



Wichtiger Hinweis für unsere Leser
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln: