CHIANG MAI – Die Großrazzia gegen illegale Strohmann-Geschäfte erreicht Nordthailand. Mit 188 Beamten durchkämmte die Polizei am Mittwoch gezielt Unternehmen in Chiang Mai, die von Ausländern über thailändische Strohmänner betrieben werden. Zwei Hotels, mehrere Firmen ohne echte Büros und Verstöße gegen das Einwanderungsgesetz flogen bereits auf.
Großrazzia mit 188 Beamten in der Touristenhochburg
Polizeigeneralmajor Yutthana Kaenchan, der Polizeichef der Provinz Chiang Mai, befahl die konzertierte Aktion gegen die illegalen Geschäfte. Zusammen mit Verwaltungsbeamten rückte das Team aus, um die Strukturen der ausländischen Unternehmer zu durchleuchten.
Die Botschaft ist klar: Die Behörden folgen einem härteren Kurs der Regierungspolitik. Ziel ist es, die von diesen Geschäften ausgehenden negativen Auswirkungen auf den lokalen Wettbewerb und die heimische Wirtschaft zu stoppen.
Was steckt hinter dem neuen Vorgehen im Norden?
Yutthana Kaenchan bestätigte direkt, dass die Provinz Chiang Mai nun gezielt ins Visier genommen wird. Das Vorgehen ist eine direkte Ausweitung des sogenannten „Koh Phangan Modells“.
Dieses Modell steht für die aktive Zerschlagung illegaler ausländischer Geschäftsaktivitäten, die ursprünglich auf der berühmten Party-Insel in der Provinz Surat Thani begann. Nun macht die Kampagne im nördlichen Touristenmagnet Station.
Das Koh-Phangan-Modell erreicht den Norden
Was auf der Insel im Golf von Thailand begann, wird nun flächendeckend angewandt. Die Ermittler nehmen nicht nur die Fassade, sondern die gesamte Firmenstruktur unter die Lupe, um Strohmann-Konstrukte zu enttarnen.
In diesen Konstrukten halten Thailänder auf dem Papier Anteile, Vermögenswerte und Geschäftslizenzen. In Wahrheit gehören und kontrollieren die Betriebe jedoch ausländische Investoren, die so die gesetzlichen Beschränkungen umgehen.
Verstöße gegen Hotel- und Einwanderungsgesetz sofort identifiziert
Die Aktion in Chiang Mai förderte bereits am ersten Tag zahlreiche Verstöße zutage. Laut Polizeigeneral Yutthana Kaenchan wurden zwei Hotels identifiziert, die gegen das Hotelgesetz verstießen.
Zusätzlich deckten die Beamten drei Verstöße gegen das Einwanderungsgesetz auf. Eine Gruppe von Unternehmen steht im Verdacht, Vermögenswerte über thailändische Strohmänner illegal im Namen von Ausländern zu halten.
Sammeln Beweise für die strafrechtliche Verfolgung
Neben den Hotels fielen den Ermittlern vor allem elf Unternehmen auf, deren angebliche Firmensitze nur auf dem Papier existierten. Physische Büros suchten die Beamten bei diesen registrierten Adressen vergeblich.
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„Die betroffenen Organisationen sammeln Beweise und weiten die Ermittlungen aus, um sich auf die strafrechtliche Verfolgung vorzubereiten“, stellte der Polizeikommandeur klar. Der Fokus liegt darauf, die Ordnung im lokalen Geschäftsleben wiederherzustellen und die nationale Wirtschaft zu schützen.
Großrazzia gegen ausländische Scheinfirmen in Chiang Mai
Die Polizei will die Schlinge nun enger ziehen und die gewonnenen Erkenntnisse für Anklagen nutzen. Nach dem Koh-Phangan-Modell könnte dies erst der Anfang einer viel breiter angelegten Säuberungsaktion in Nordthailand sein.
Polizeigeneralmajor Yutthana Kaenchan erklärte, dass die Behörden der Regierungspolitik folgen, um illegale ausländische Geschäftspraktiken zu bekämpfen. Die betroffenen lokalen Unternehmen sollen in Ordnung gebracht und die nationale Wirtschaft geschützt werden.



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