SONGKHLA, THAILAND – Die Hatyaiwittayalai-Schule schließt am Montag und Dienstag ihre Tore und stellt auf Online-Unterricht um. Auslöser ist eine Schusswaffen-Drohung, die ein entlassener ausländischer Lehrer veröffentlicht haben soll. An der Schule lernen rund 3.600 Schüler, dort arbeiten etwa 250 Lehrer und Angestellte.
Entlassener Lehrer soll Drohung veröffentlicht haben
Schulleiter Thitiwit Meechooworapong teilte am Samstagabend mit, dass sich die Drohung gegen Schüler, Lehrer und die Schulleitung gerichtet habe. Als Urheber nannte er Pieter Johannes Dreyer, einen früheren Englischlehrer für Schüler des Englischprogramms.
Die Schule hatte das Arbeitsverhältnis am 24. Juli wegen eines Vertragsverstoßes beendet. Danach soll Dreyer in einer öffentlichen LINE-Gruppe ein Bild mit einer Schusswaffe, Nachrichten und eine Audiodatei veröffentlicht haben.
Nachricht in LINE-Gruppe mit rund 5.000 Nutzern
Nach Angaben der Schulleitung veröffentlichte der Mann außerdem Fotos von sich beim Schießen sowie Bilder von Führungskräften der Schule. In der LINE-Gruppe mit rund 5.000 Nutzern kritisierte er auch die Schulleitung.
Die Schulleitung erstattete bei der Polizei in Hat Yai Anzeige. Die Schule begründete den Online-Unterricht mit der Sicherheit von Schülern und Beschäftigten.
Polizei: Südafrikaner hat Thailand verlassen
Die Polizei in Hat Yai teilte mit, dass der betreffende Ausländer Thailand bereits am 19. Juli verlassen habe. Nach Polizeiangaben passierte der südafrikanische Staatsbürger um 14.39 Uhr den Grenzübergang Padang Besar im Bezirk Sadao und kehrte nicht zurück.
Der Mann hatte zuvor in Zimmer 23223 eines Wohnkomplexes in Hat Yai gewohnt. Die Polizei fand das zuvor gemietete Zimmer unbewohnt. Die Einwanderungspolizei erklärte, dass Dreyer bereits auf eine schwarze Liste gesetzt worden sei.
Mehr Polizei an der 81 Jahre alten Schule
Die Hatyaiwittayalai-Schule liegt an der Phetkasem Road im Bezirk Hat Yai und besteht seit 81 Jahren. Die Sicherheitsmaßnahmen auf dem Schulgelände wurden nach der Drohung verstärkt.
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Am Sonntag blieben alle Schultore geschlossen. Polizeistreifen kontrollierten die Schule regelmäßig; am Montag und Dienstag soll der Unterricht online stattfinden.
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