MELBOURNE – Zollbeamte haben am Flughafen Melbourne einer thailändischen Airline-Mitarbeiterin über ein Kilogramm Heroin abgenommen. Die Behörden vermuten dahinter ein organisiertes Schmugglernetzwerk, das gezielt Airline-Personal in Vertrauenspositionen für seine Zwecke einspannt.
Über ein Kilo Heroin in Taschen versteckt
Die Australian Border Force (ABF) entdeckte das Rauschgift bei der Durchleuchtung von zwölf Tote-Bags. Im Futter der Taschen steckte ein weißes Pulver – ein Vortest bestätigte: Heroin.
Mehr als ein Kilogramm wog die sichergestellte Lieferung. Auf dem Schwarzmarkt hätte sie rund 500.000 australische Dollar eingebracht – nach aktuellem Kurs über zehn Millionen Baht.
Zwei Anklagen mit drastischer Strafe
Die Bundespolizei AFP übernahm den Fall und nahm die Verdächtige am Flughafen fest. Gegen die 26-jährige Thailänderin wurden zwei separate schwere Anklagepunkte erhoben.
Es geht um Einfuhr und Besitz von Betäubungsmitteln in handelsüblicher Menge. Für jedes einzelne Delikt drohen ihr bis zu 25 Jahre Gefängnis.
Richter lehnt Freilassung auf Kaution ab
Noch Ende Juni wurde die Beschuldigte einem Haftrichter vorgeführt. Das Gericht verweigerte eine Entlassung gegen Kaution.
Die Frau bleibt in Untersuchungshaft. Ihr nächster Pflichttermin vor dem Bezirksgericht Melbourne ist für den 14. September 2026 anberaumt.
Polizei warnt vor gekauften Insidern
Simone Butcher, amtierende AFP-Kommandeurin, kündigte eine harte Linie an. Jeder, der seine berufliche Stellung für Drogenkartelle missbrauche, werde strafrechtlich verfolgt.
Die Behörden arbeiten nach ihren Worten eng mit Partnern zusammen, um den Schmuggel zu unterbinden und die Gesellschaft vor illegalen Drogen zu schützen.
Zoll setzt auf strikte Überwachung
ABF-Kommandeur Clint Sims erklärte, Verbrecherorganisationen versuchten gezielt, Besatzungsmitglieder und Airline-Angestellte zu infiltrieren. Solche Vertrauenspositionen dienten dann als Kanäle für den Drogenschmuggel nach Australien.
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Unabhängig vom Rang des Täters werde die volle Härte des Gesetzes gelten. Die Zollbehörde setze weiter auf Geheimdienstinformationen und modernste Detektionstechnik, um die Grenzen zu sichern und Drogennetzwerke zu zerschlagen.



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