BANGKOK – Zwei thailändisch-chinesische Kinder (17 und 15) sind am 27. Juni am Flughafen Suvarnabhumi von Einwanderungsbeamten abgewiesen worden. Sie mussten noch am selben Tag zurück nach China fliegen. Ihre Mutter Chanporn beklagt einen finanziellen Verlust von rund 50.000 Baht und fordert eine offizielle Klärung.
Allein aus Xiamen eingetroffen
Die Geschwister reisten allein mit Xiamen Air aus Xiamen an. Chanporn wartete am Airport, um mit ihnen gemeinsam weiter nach Surat Thani zu reisen.
Für den Folgemonat hatten die Kinder bereits Rückflugtickets, Unterkünfte waren gebucht. Normalerweise kommen sie jedes Jahr in den Schulferien zu Besuch.
Beamte sahen „verdächtige Reisende“
Die Einwanderungsbeamten hielten die Minderjährigen für verdächtig. Sie konnten keine beglaubigte Einwilligung der Eltern oder Erziehungsberechtigten vorlegen und ihre Reisepläne nicht klar erläutern.
Zudem bezweifelten die Beamten, dass Chanporn die leibliche Mutter sei – ihr Aussehen passe nicht zu den Kindern. Sie ordneten an, noch am selben Tag Rückflüge nach China zu buchen.
Mutter legte Pässe und Geburtsurkunden vor
Chanporn versuchte, mit Dokumenten zu belegen, dass sie die Mutter der Kinder ist. Sie zeigte Geburtsurkunden und alte thailändische Reisepässe der Geschwister.
Die Beamten blieben bei ihrer Entscheidung und wiesen die Kinder ab. Die Mutter war zuvor mit einem chinesischen Mann verheiratet, aus der Ehe stammen die beiden Kinder.
Tochter blutet aus der Nase vor Stress
Die Situation eskalierte: Die 15-jährige Tochter weinte so stark, dass sie Nasenbluten bekam. Chanporn spricht von großem Stress für beide Kinder.
Die Rückreise und die entgangene gemeinsame Zeit kosteten die Familie nach Angaben der Mutter rund 50.000 Baht. Sie verlangt von den Einwanderungsbehörden Verantwortung.
Öffentliche Meinung gespalten
In sozialen Medien ist das Echo geteilt. Viele Nutzer unterstützen die Entscheidung der Beamten und verweisen auf den Schutz von Kindern, die ohne Begleitung reisen.
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Andere kritisieren das Vorgehen der Einwanderungsbeamten. Zahlreiche Eltern schilderten im Netz ähnliche Erfahrungen mit thailändisch-chinesischen Familienkindern.
Keine Stellungnahme der Einwanderungsbehörde
Bisher hat sich keine Behörde öffentlich zu dem Fall geäußert. Unklar bleibt, ob die Kinder über alle nötigen Papiere für eine Einreise ohne Begleitung verfügten.
Chanporn hofft weiterhin auf Klärung. Der Fall sorgt für Diskussionen über die Praxis bei unbegleiteten Minderjährigen an thailändischen Flughäfen.
Fazit und Ausblick
Die Abweisung der beiden Kinder am Flughafen Suvarnabhumi hat zu erheblichen Belastungen für die Familie geführt, darunter ein finanzieller Verlust von etwa 50.000 Baht und gesundheitliche Folgen bei der Tochter. Die Behörden haben sich bislang nicht öffentlich geäußert, was die Unsicherheit über die genauen Gründe und die Praxis bei unbegleiteten Minderjährigen verstärkt. Die öffentliche Debatte zeigt unterschiedliche Sichtweisen auf den Schutz von Kindern und die Einreisepraxis in Thailand.
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