Thailand: 160 Mio. Baht vor Betrügern gerettet

Betrüger machten über 160 Millionen Euro fette Beute! Fast 5.000 Fälle in einer Woche – Bangkok, Chiang Mai und Nonthaburi die Hotspots für Abzocke.

Thailand: 160 Mio. Baht vor Betrügern gerettet
ThaiRath

BANGKOK, THAILAND – Online-Betrüger haben in der vergangenen Woche erneut tausende Menschen in Thailand um Millionen Baht gebracht. Trotz eines leichten Rückgangs der Fallzahlen stieg der finanzielle Schaden massiv an, während das Anti-Online-Betrugszentrum (ACSC) vor einer besonders perfiden Masche warnt.

Über 5.000 Betrugsfälle in einer Woche

Im Zeitraum vom 21. bis 27. Juni 2026 wurden über das Portal Thaipoliceonline insgesamt 5.092 Betrugsfälle gemeldet. Der dabei entstandene Gesamtschaden beläuft sich auf 160.206.821 Baht.

Obwohl die Anzahl der gemeldeten Delikte im Vergleich zur Vorwoche um 30 Fälle sank, kletterte die Schadenssumme um 5,99 Millionen Baht nach oben. Besonders betroffen sind weiterhin Bangkok, Chiang Mai und Nonthaburi.

Warenbetrug führt die Statistik an

Der Großteil der Delikte entfällt mit 4.146 Fällen auf den Bereich Waren- und Dienstleistungsbetrug, was einem Anteil von 81,4 Prozent entspricht. Finanz- und Anlagebetrug verursachte zwar weniger Fälle, schlug jedoch mit einer Schadenssumme von 46,89 Millionen Baht besonders schwer zu Buche.

Die statistische Auswertung zeigt zudem, dass Frauen in der Altersgruppe der 21- bis 30-Jährigen am häufigsten in die Fänge von Kriminellen geraten. Diese Altersgruppe führt die Liste bei den drei häufigsten Deliktarten – Warenbetrug, Identitätsdiebstahl und Betrug durch Vorteilsversprechen – an.

Erfolgreiche Rettung von über 1,2 Millionen Baht

Durch die enge Zusammenarbeit des ACSC mit Banken und der örtlichen Polizei konnten in der vergangenen Woche fünf Fälle rechtzeitig gestoppt werden. Dabei wurden Überweisungen von insgesamt 72 Opfern in Höhe von 1.207.875 Baht vor dem Zugriff der Betrüger gesichert.

In einem Fall in Lam Phak Chi koordinierte das War Room-Team einen Polizeieinsatz, um einen 35-jährigen Mann vor einem Verlust von 800.000 Baht durch Anlagebetrug zu bewahren. Weitere Interventionen erfolgten unter anderem in der Provinz Kalasin sowie im Bereich der Polizeistation Sutthisan in Bangkok.

Gefährliche Falle: Der Wechsel auf private Messenger

Das ACSC warnt eindringlich vor der Taktik, Gespräche von offiziellen Plattformen wie Facebook, TikTok oder Instagram auf private Messenger wie LINE oder Telegram zu verlagern. Dies ist ein bewusster Trick, um Opfer in Chatgruppen zu locken, in denen ausschließlich „Lockvögel“ agieren.

Diese Komplizen nutzen gefälschte Konten, um mit fingierten Gewinnen und manipulierten Überweisungsbelegen Vertrauen zu erschleichen. Sobald ein Nutzer dazu aufgefordert wird, die Plattform zu wechseln, sollte er das Gespräch sofort abbrechen, um nicht in die Falle zu tappen.

Hilfe für Betroffene

Wer den Verdacht hat, Opfer eines Online-Betrugs geworden zu sein, sollte umgehend handeln. Die Behörden raten dazu, keine weiteren Zahlungen zu leisten und sofort die Hotline 1441 zu kontaktieren, um Konten sperren zu lassen.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Zusätzlich können Betroffene rund um die Uhr Anzeige über die offizielle Webseite www.thaipoliceonline.go.th erstatten. Eine schnelle Meldung ist entscheidend, um Beweise zu sichern und die Chancen auf eine Rückerstattung der Gelder zu erhöhen.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: Thairath

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Daten bleiben 30 Tage lokal im Browser-Cookie.