BANGKOK – Thailand ist für internationale Ruheständler weiterhin eine der ersten Adressen weltweit. Beim „Retirement Abroad Index 2026“ der Expatriate Group landet das Königreich auf Platz zwei – und muss sich nur den Philippinen geschlagen geben.
Portugal, Spanien und Frankreich abgehängt
Der Index nahm 20 Länder unter die Lupe. Bewertet wurden fünf Bereiche, die für einen Lebensabend im Ausland entscheidend sind: Gesundheitsversorgung, Visazugänglichkeit, Auflagen für die Krankenversicherung, Lebenshaltungskosten und wie gut Neuankömmlinge in der Expat-Gemeinschaft ankommen.
Thailand ließ dabei beliebte Ruhesitz-Klassiker wie Kolumbien, Portugal, Spanien und Frankreich hinter sich. Das unterstreicht die anhaltende Sogkraft des Landes für Auswanderer, die Sonne, niedrigere Alltagskosten und ein warmes Klima suchen.
Die volle Punktzahl bei der Visum-Hürde
Einen klaren Vorteil verschaffte sich Thailand bei den Krankenversicherungsanforderungen. Für das Non-Immigrant O-A Visum, einen der gängigen Wege zum Ruhesitz, erreichte das Land die Höchstnote von 20 von 20 Punkten.
Antragsteller müssen für dieses Visum zwingend einen Krankenversicherungsschutz nachweisen. Was anderswo als Stolperstein gilt, ist in Thailand ein klar geregeltes und hoch bewertetes Verfahren.
Privathospitäler als Trumpfkarte
Neben der Visum-Note punktete Thailand auch bei der Qualität der Gesundheitsversorgung. Zusammen mit Spanien und Frankreich holte es die gemeinsam höchste Punktzahl in diesem Bereich.
Ruhesitz-Hochburgen wie Bangkok, Chiang Mai und Phuket überzeugen mit international anerkannten privaten Krankenhausnetzwerken. Wer eine Hüft-OP oder Herzbehandlung braucht, findet hier westlichen Standard zu kalkulierbaren Preisen.
Was Auswanderer oft übersehen
Lee Gerry, Direktor der Expatriate Group, warnt, dass viele angehende Ruheständler bei der Planung ihres Auslands-Umzugs die entscheidenden Punkte ausblenden. „Der Ruhestand im Ausland war noch nie so erreichbar“, sagt er. „Aber die Entscheidungen, die am meisten zählen – Zugang zur Gesundheitsversorgung, Visumwege und die Realität der täglichen Kosten – werden oft am wenigsten gut verstanden.“
Seine Experten betreuen Auswanderer in mehr als 180 Ländern. Das Ranking soll Licht in das Geflecht aus Versicherungen, Aufenthaltstiteln und echten Lebenshaltungskosten bringen.
Die Philippinen auf Platz eins – mit 11.000-Pfund-Hürde
Den Spitzenplatz im Index sicherten sich die Philippinen. Ausschlaggebend waren starke Werte bei Lebenshaltungskosten, Visazugänglichkeit und der Integration von Expats. Ihr „Special Resident Retiree’s Visa“ verlangt allerdings eine Festanlage von rund 11.000 britischen Pfund.
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Hinter Thailand auf Platz drei folgt Kolumbien, den vierten Rang teilen sich Portugal und Panama. Sri Lanka und Südafrika landen gemeinsam auf Platz fünf. Malaysia und die Vereinigten Arabischen Emirate kommen auf Rang sechs, Spanien und Indonesien teilen sich Platz acht, Katar schafft es in die Top Ten.
Südostasiens alter Bekannter mit beständigem Ruf
The Daily Mall berichtet, dass Thailand seine Rolle als führendes Ruhestands-Reiseziel in Südostasien behalten dürfte. Die etablierte Gesundheitsinfrastruktur, die bekannten Visaprogramme und die starken Expat-Netzwerke sind ein belastbares Fundament. Das neue Ranking könnte den Ruf bei Übersee-Ruheständlern, die eine langfristige Basis in der Region suchen, weiter festigen. Wer nicht nur überwintern, sondern dauerhaft bleiben will, findet in Thailand offenbar weiterhin das überzeugendste Gesamtpaket nach den Philippinen.
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Wennn die Festgeldanlage für das Visum auf den Philippinen erwähnt wird, sollte auch erwähnt werden, dass für das genannte Non-Immigrant O-A Visum 800.000 Baht auf einem thailändischen Bankkonto oder entsprechende monatliche Einkünfte erforderlich sind.
Es stellt sich die Frage wie lange noch Thailand auf Platz zwei bleibt. Die vielen Rentner aus Deutschland sind vor Jahren nach Thailand gekommen. Damals war Thailand ein Traum und ein Paradies. Heute entwickelt sich Thailand gerade für Rentner eher zum Negativen. Bürokratische Hürden, Inflation, schlechtere Rente im Heimatland, globale Unsicherheiten und Kriege, steigende Preise, ein schwacher Euro und vor allem das Gefühl in Thailand nicht richtig willkommen zu sein werden die Zahlen eher nach unten treiben.