Thailand prüft Rückkehr von Duty-free bei Ankunft

Im Gespräch sind Abholschalter für vorbestellte Waren und klassische Shops nach der Einreise. Bei einer Genehmigung könnte AOT mit dem bisherigen Konzessionsnehmer King Power verhandeln.

Thailand prüft Rückkehr von Duty-free bei Ankunft
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BANGKOK – Die Airports of Thailand (AOT) prüfen die Rückkehr von Duty-free-Shops in den Ankunftsbereichen internationaler Flughäfen. Im Gespräch sind ein Abholschalter für vorab bestellte Waren und ein klassischer Shop direkt nach der Einreise. Sollte die Regierung zustimmen, könnte AOT mit dem bisherigen Konzessionsnehmer King Power über die Wiederaufnahme verhandeln.

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Zwei Modelle für Duty-free bei der Ankunft

AOT untersucht derzeit zwei Möglichkeiten. Beim ersten Modell bestellen Reisende ihre Waren vorab und holen sie nach der Ankunft an einem Schalter ab. Solche Angebote gibt es laut AOT bereits an vielen Flughäfen weltweit, bislang aber nicht an thailändischen Flughäfen.

Die zweite Variante wäre ein herkömmlicher Duty-free-Shop im Ankunftsbereich. Reisende könnten dort direkt nach ihrer Ankunft einkaufen.

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Regierung muss frühere Entscheidung prüfen

stellvertretende Verkehrsminister Siripong Angkasakulkiat kündigte an, dass sich das Verkehrsministerium dringend mit dem Finanzministerium und AOT beraten werde. Anlass ist ein Vorschlag des Fiscal Policy Office, die Duty-free-Angebote bei der Ankunft wieder einzuführen.

Das Kabinett hatte die Angebote 2024 beendet. Nun muss geklärt werden, ob die Aussetzung nur als zweijähriger Versuch gedacht war oder ob es sich um eine endgültige, langfristige Abschaffung handelt.

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AOT verweist auf Beschwerden von Reisenden

Paweena Jariyathitipong von AOT sagte, der Betreiber bereite einen Vorschlag für die Rückkehr der Angebote vor. Die Duty-free-Dienste bei der Ankunft wurden am 1. August 2024 eingestellt.

Seitdem habe AOT weiterhin Rückmeldungen und Beschwerden von Passagieren erhalten, die sich die Shops zurückwünschten. Umfragen zur Zufriedenheit und Bewertungen der Flughafendienstleistungen hätten außerdem gezeigt, dass das fehlende Angebot den Vergleich mit führenden internationalen Flughäfen beeinflusse.

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Ausgaben könnten ins Ausland abfließen

Die ursprüngliche Abschaffung sollte Reisende dazu bewegen, Waren erst innerhalb Thailands zu kaufen. Dadurch sollten die Ausgaben im Land steigen und die Wirtschaft gestärkt werden.

Nach Angaben von AOT kauften manche Passagiere ihre Waren jedoch bereits im Abflugland, bevor sie nach Thailand zurückkehrten. Eine Wiederaufnahme könne deshalb die Einnahmen von AOT erhöhen, das Reiseerlebnis verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit thailändischer Flughäfen stärken.

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Shops sollen auch Wartezeiten überbrücken

Bei mehreren gleichzeitig eintreffenden Flügen können sich die Bereiche der Einwanderungsbehörden füllen. Für Passagiere entstehen dann lange Wartezeiten.

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Die Regierung will deshalb prüfen, wie Geschäfte, Restaurants, Einkaufsbereiche und musikalische Darbietungen genutzt werden könnten. Sie sollen Reisenden während des Wartens zusätzliche Möglichkeiten bieten und die Enge in den Einwanderungsbereichen verringern.

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Frühere Flächen werden inzwischen anders genutzt

Selbst bei einer Genehmigung würde der neue Service voraussichtlich nicht genau dem früheren Modell entsprechen. AOT hat einige ehemalige Duty-free-Flächen bereits anderen Zwecken zugewiesen.

Der Flughafenbetreiber muss daher die Flächenverteilung neu prüfen und ein Angebot entwickeln, das zu den heutigen Bedingungen an den Flughäfen passt.

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King Power könnte wieder ins Geschäft kommen

Die ursprünglichen Konzessionsrechte für den Duty-free-Betrieb bei der Ankunft bestehen laut AOT weiterhin. Die Aussetzung oder Einstellung des Services habe diese Rechte nicht beendet.

Bei einer Genehmigung könnte AOT daher mit dem bisherigen Konzessionsnehmer über die Bedingungen für eine Wiederaufnahme verhandeln, ohne eine vollständig neue Konzession vergeben zu müssen.

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Kosten und Verträge bleiben offen

AOT räumte ein, dass die frühere Einstellung beim Betreiber Kosten verursacht haben könnte. Dazu gehörten der Abbau der Shops und der Umgang mit verbliebenen Warenbeständen.

AOT zahlte nach eigenen Angaben keine direkte Entschädigung oder Schadensersatz. Wegen des veränderten Geschäftsmodells und der neuen Nutzung von Flughafenflächen wurden die Konzessionszahlungen jedoch an die geänderten Vertragsbedingungen angepasst.

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Vorschlag liegt beim Fiscal Policy Office

AOT hat dem Fiscal Policy Office mehrere Schreiben zur Rückkehr der Duty-free-Angebote geschickt, zuletzt am 14. August 2026. Ob der Vorschlag dem Kabinett vorgelegt wird, hängt von der Zuständigkeit und Entscheidung des Fiscal Policy Office sowie des Finanzministeriums ab.

Bis dahin müssen die frühere Kabinettsentscheidung, die bestehenden Verträge, die Flächenverteilung und das künftige Betriebsmodell geprüft werden. AOT bezeichnete die Anpassung der Konzessionszahlungen als normalen Teil der Vertragsverwaltung.

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Quelle: Nation Thailand

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