Thailändische Schiffe frei: Rettung aus Hormuz-Straße

Monatelang blockierten Sperren den Weg, nun entkamen fast alle Schiffe der gefährlichen Falle. Doch ein Frachter harrt noch immer in der Zone aus. Gelingt der Besatzung die finale Flucht?

Thailändische Schiffe frei: Rettung aus Hormuz-Straße
Hormuz Strait Monitor

BANGKOK – Zehn Schiffe unter thailändischer Flagge oder auf Rechnung thailändischer Betreiber haben die Straße von Hormus hinter sich gelassen. Nur der Frachter „Hatthaya Naree“ bleibt vorerst noch in der Meerenge und wartet auf Ladung. Das Außenministerium gab die Ausfahrt gestern offiziell bekannt.

Seit Ende Februar blockiert

Seit der Schließung der Straße von Hormus am 28. Februar saßen mehrere thailändische Schiffe in der lebenswichtigen Meerenge fest.

Erst gestern teilte das Außenministerium mit: Neun Schiffe haben das Gebiet nun sicher verlassen. Einzig die „Hatthaya Naree“ liegt noch dort, um Fracht an Bord zu nehmen.

Marine, Ministerien und Sicherheitsrat im Einsatz

Das Außenministerium, die Königlich Thailändische Marine, das Handelsministerium und das Büro des Nationalen Sicherheitsrates stimmten sich eng ab.

Hinzu kamen weitere staatliche und private Akteure. Ihr Ziel: Die Lage rund um die Uhr beobachten und den Besatzungen jede mögliche Hilfe zukommen lassen.

Bangchak-Tanker schaffte es schon im April

Erste Erfolge zeigten sich früh. Im April bestätigte der Energiekonzern Bangchak, dass sein Öltanker die Straße von Hormus passiert hatte.

Nach diplomatischen Gesprächen zwischen Thailand, Iran und Oman erreichte das Schiff sicher den Hafen von Chon Buri – ein Dämpfer für die angespannte Stimmung.

Chief Adviser holte sich grünes Licht aus Teheran

Im Mai reiste Wan Muhamad Noor Matha, Chief Adviser to the Prime Minister, persönlich zum iranischen Kulturattaché Mehdi Zare. Er bat um Hilfe für zwei damals noch festsitzende Frachter.

Zare betonte, Thailand sei keine Konfliktpartei und die sichere Durchfahrt sei selbstverständlich. Der Iran werde den Schiffen so bald wie möglich grünes Licht geben.

Nur die „Hatthaya Naree“ lädt noch

Jetzt der letzte Schritt: Das verbliebene Schiff soll nach der Frachtverladung auslaufen. Das Außenministerium hält engen Kontakt und überwacht die Lage. Erst wenn auch die „Hatthaya Naree“ die Meerenge verlassen hat, ist die monatelange Zitterpartie für alle Beteiligten endgültig vorbei.

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Quelle: Thaiger

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