Thailand – 55 Provinzen in Alarmbereitschaft: Tropensturm „Maisak“ bringt ab sofort heftigen Regen, Sturzfluten und gefährlichen Wellengang. Das Katastrophenschutzministerium warnt vor Erdrutschen und hat alle Behörden angewiesen, Touristenattraktionen notfalls zu sperren.
"Maisak" peitscht den Monsun an
Der Tropensturm zog von einer Depression im Südchinesischen Meer über die Insel Hainan und trifft auf Südchina. Direkt kommt er nicht nach Thailand.
Doch die Ausläufer des Sturms und eine Monsunrinne peitschen den Südwestmonsun über der Andamanensee so stark an, dass von heute bis zum 6. Juli im ganzen Land sintflutartige Niederschläge niedergehen.
Die große Gefahr kommt von oben
Theerapat Khatchamat, Chef des Katastrophenschutzes (DDPM), schickte eine dringende Warnung an 55 Provinzen im Norden, Nordosten, der Zentralregion und dem Süden. Überall dort muss mit Überflutungen, Schlammlawinen und stehendem Wasser gerechnet werden.
Die Warnstufe gilt besonders für Gebiete, in denen innerhalb von 24 Stunden mehr als 90 Millimeter Regen gemessen werden. Einsatzteams mit schwerem Gerät stehen bereit, um Wasser beschleunigt abzuleiten.
Nordthailand: 17 Provinzen unter Wasser-Alarm
Die Warnungen im Norden erstrecken sich von Mae Hong Son im Westen über Touristenmagneten wie Chiang Mai und Chiang Rai bis nach Tak und Sukhothai. Auch in Phitsanulok, Phichit, Phetchabun und Nakhon Sawan müssen die Menschen mit Überflutungen rechnen.
In diesen bergigen Regionen sind besonders Erdrutsche und Sturzfluten aus den Tälern gefürchtet. Die Behörden prüfen, ob Höhlen wie die beliebten Wasserfälle für Besucher gesperrt werden müssen.
Isaan und Zentralthailand: Wasser von allen Seiten
Im Nordosten sind 15 Provinzen gewarnt, von Loei am Mekong entlang der Grenze bis hinunter nach Nakhon Ratchasima, Buri Ram, Surin und Ubon Ratchathani. Hier geht es vor allem um stehendes Wasser auf Feldern und plötzliche Überflutungen in Senken.
Im Zentrum und Osten des Landes gelten die Warnungen für 15 Provinzen, darunter Kanchanaburi und Ratchaburi an der Grenze zu Myanmar sowie die gesamte Ostküste. Auch die beliebten Urlaubsgegenden wie Chon Buri, Rayong, Chanthaburi und Trat sind betroffen.
Die Südküsten geraten in Gefahr
Für den Süden hat die Behörde die Warnung zweigeteilt: Acht Provinzen an beiden Küsten stehen unter Generalalarm. Zusätzlich wurden vier Provinzen an der Andamanensee wegen der küstennahen Lage noch einmal detailliert herausgehoben.
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Betroffen sind Phuket auf der gesamten Insel, Krabi mit seinen bekannten Stränden, die Bezirke Ko Khao, Takua Thung, Thai Mueang, Takua Pa und Khura Buri in Phang Nga sowie die Bezirke Mueang, Suk Samran und Kapoe in Ranong. Touristenattraktionen an der Westküste müssen bei Gefahr sofort dichtmachen.
Wellen bis über drei Meter in der Andamanensee
In der oberen Andamanensee peitscht der Wind die See auf zwei bis drei Meter hoch. In Gewittern sind Wellen von mehr als drei Metern möglich – für kleine Boote lebensgefährlich.
Im südlichen Teil der Andamanensee und im oberen Golf von Thailand werden Wellenhöhen um die zwei Meter erreicht, bei Gewittern darüber. An den Stränden sollen Warnsignale aufgestellt und das Schwimmen strikt verboten werden.
Hilfe und Notunterkünfte auf Standby
Das zentrale Katastrophenschutzzentrum hat die regionalen Zentren angewiesen, in allen Risikogebieten Personal und Maschinen zu stationieren. Notunterkünfte mit ausreichend Platz für Evakuierte sind vorbereitet.
Kapitäne und Bootsführer werden angehalten, bei Unwetter sofort in Häfen zu bleiben. Sollte sich die Lage zuspitzen, wird ein striktes Schifffahrtsverbot verhängt – die Einsatzkräfte sind für den Notfall rund um die Uhr abrufbar.
So bleibst du auf dem Laufenden
Die Behörden rufen die Menschen dazu auf, Wetterwarnungen über die App „THA DISASTER ALERT“ oder den LINE-Account der Notrufzentrale zu verfolgen. Auch die Hotline 1784 ist für Hilferufe 24 Stunden geschaltet.
Die Behörden bitten eindringlich, die Anweisungen vor Ort strikt zu befolgen. Sobald sich die Lage in den betroffenen 55 Provinzen beruhigt, wird die Warnung zurückgenommen.



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