Tote Mönche: Eltern haften nach tödlichem Unfall mit 11-jährigem Fahrer

Ein 11-jähriger Junge mit besonderen Bedürfnissen raste mit einem Pick-up in eine Gruppe von Mönchen. Zehn starben, mehrere wurden verletzt. Die Eltern tragen nun die zivilrechtliche Haftung.

UPDATE: 11-Jähriger rast mit Pickup in Mönchsprozession – viele Mönche tot
KhaoSod English

MUKDAHAN – Ein elfjähriger Junge raste mit einem Pickup in eine Mönchsprozession, zehn Menschen starben. Der Junge ist strafunmündig, die zivilrechtliche Haftung trifft jetzt die Eltern.

Zwölf Kilometer Fahrt mit dem Schaltgetriebe

Der Junge mit besonderen Bedürfnissen nahm am Donnerstag mutmaßlich den Pickup der Familie und fuhr etwa zwölf Kilometer von seinem Zuhause weg. Auf der Nasinuan Road im Bezirk Muang krachte er in eine Gruppe von Pilgern und Mönchen.

Die Wucht des Aufpralls war verheerend. Zehn Menschen verloren ihr Leben, mehrere weitere wurden zum Teil schwer verletzt in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Keine Strafe für den Elfjährigen

Kosolwat Inthujanyong, Generaldirektor des Amtes für Rechtsschutz der Generalstaatsanwaltschaft, erklärte, der Junge habe zwar eine Straftat begangen. Jedoch greife Paragraph 73 des Strafgesetzbuches, der Kinder unter zwölf Jahren von Strafe befreit.

An die Stelle eines Strafverfahrens treten nun Kinderschutzmechanismen. Die empörte Öffentlichkeit richtet ihren Zorn jedoch vor allem auf die Eltern des Jungen.

Eltern haften für ihre Kinder

Die rechtliche Verantwortung verlagert sich damit auf das Zivilrecht. Gemäß Paragraph 429 des Zivil- und Handelsgesetzbuches sind die Eltern oder Erziehungsberechtigten verpflichtet, den Opfern Schadensersatz zu leisten.

Angesichts der hohen Zahl an Todesopfern und Verletzten wird die Entschädigungssumme voraussichtlich immens ausfallen. In den sozialen Medien tobt eine hitzige Debatte über elterliche Aufsichtspflicht.

Großvater schildert Schock der Familie

Großvater Chom Pikulsee sagte, die Familie stehe weiterhin unter Schock. Sie frage sich unentwegt, wie das Kind den Pickup mit Schaltgetriebe überhaupt starten und über eine so lange Strecke bedienen konnte.

Die genauen Umstände, wie der Junge an den Schlüssel kam und unbemerkt losfahren konnte, sind weiterhin völlig unklar. Die Polizei ermittelt zum genauen Unfallhergang.

Königliche Hilfe für die Opfer

Seine Majestät der König hat die Verletzten und die Familien der Getöteten unter königliche Schirmherrschaft gestellt. Diese Geste wurde vom Büro für Öffentlichkeitsarbeit der Provinz Mukdahan offiziell bestätigt.

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Sie bringt inmitten der unermesslichen Trauer zumindest etwas Trost und praktische Unterstützung für die Hinterbliebenen und die im Mukdahan Hospital behandelten Verletzten.

Psychologische Betreuung angelaufen

Das Gesundheitsministerium entsandte umgehend Teams für psychische Gesundheit in das Mukdahan-Krankenhaus und die umliegenden Gebiete. Sie kümmern sich um trauernde Angehörige, verletzte Mönche und traumatisierte Zeugen.

Während die Familien der verstorbenen Mönche die Leichen für die religiösen Riten abholten, setzen die medizinischen Teams die Behandlung der Verletzten fort. Die Atmosphäre vor Ort ist von tiefer Trauer geprägt.

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Quelle: Bangkok Post Thailand

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