BANGKOK – Thailands Behörden machen Ernst im Kampf gegen illegale Strohmanngeschäfte. Ein Bündnis aus 23 Agenturen hat die riskanten Firmenkonstrukte um mehr als 65 Prozent reduziert.
Explosionsartiger Anstieg seit 1998
Die Zahlen zeichnen ein deutliches Bild. Während es 1998 landesweit nur 523 als risikoreich eingestufte Firmen gab, schnellte diese Zahl bis 2025 auf 11.746 hoch.
Die kumulierte Gesamtzahl aller jemals registrierten Einheiten erreichte bis Juni 2026 den alarmierenden Wert von über 119.297. Die Behörden definieren riskante Konstrukte als Firmen mit einem ausländischen Investitionsanteil zwischen 0,01 und 49,99 Prozent.
Wirtschaftliche Schäden und Marktverzerrung durch Scheinfirmen
Hinter dem kryptischen Begriff verbergen sich Strohmanngeschäfte, die der thailändischen Wirtschaft seit Jahrzehnten wirtschaftliche Schäden, Marktverzerrungen und Wettbewerbsnachteile verursachen.
Diese Praktiken verzerren den Markt und bringen ehrliche thailändische Unternehmer in eine hoffnungslose Wettbewerbssituation. Die Regierung sieht darin eine Ursache für Wettbewerbsnachteile.
23-Behörden-Allianz soll Schlupflöcher stopfen
Das Handelsministerium hat jetzt eine nie dagewesene Zusammenarbeit auf die Beine gestellt. 23 Agenturen unterzeichneten eine Absichtserklärung zum umfassenden Datenaustausch.
Statt nur zu reagieren, setzen die Behörden jetzt auf einen präventiven Ansatz. Moderne Technologie und statistische Analysen sollen die illegalen Netzwerke frühzeitig enttarnen.
Schon vor der Registrierung wird geprüft
Die schärfste Waffe im Arsenal ist die strengere Prüfung noch vor der Unternehmensregistrierung. Damit soll verhindert werden, dass überhaupt neue Scheinfirmen als Werkzeuge für illegale Geschäfte entstehen können.
Die Regierung spricht von einem proaktiven Präventionsansatz. Rechtliche Schlupflöcher, die über Jahrzehnte ausgenutzt wurden, sollen so systematisch geschlossen werden.
65-Prozent-Rückgang als erster Meilenstein
Die Bilanz der neuen Strategie kann sich sehen lassen. Die Zahl der risikoreichen juristischen Einheiten wurde um mehr als 65 Prozent reduziert.
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Für thailändische Unternehmer bedeutet das einen lange überfälligen Schutz vor unfairem Wettbewerb. Die systematische Lösung zeigt Wirkung im Kampf gegen die jahrzehntelange Plage.
Ehrliche Unternehmer profitieren direkt
Der Erfolg der Behördenallianz ist ein klares Signal an alle Marktteilnehmer. Schein- und Strohmannfirmen sollen in Thailand keine Zukunft mehr haben.
Die Maßnahmen dienen dem Schutz thailändischer Unternehmer vor unfairem Wettbewerb durch die systematische Bekämpfung der Strohmannnetzwerke.



Oh la la, „Plage“ ist ein großes Wort. Wie Ungezieferplage, Rattenplage oder überhaupt Schädlingsplage.
Ich muss sagen, es fällt mir zunehmend schwer, solche abfälligen Bemerkungen mit einem Lächeln abzutun.
Zudem muss man glaube ich auch mal die Frage stellen, wo der angebliche wirtschaftliche Schaden entstanden sein soll. Bei den zig tausenden Thailändern, die hier ihr Auskommen haben oder besser demnächst hatten?
Es wird langsam Zeit, sich Gedanken über Alternativen zu Thailand zu machen.
Um das voraus zu stellen. Nomineefirmen sind in Thailand illegal. Punkt!
Alles andere was hier in diesem Artikel der The Nation behauptet wird sind die üblichen Worthülsen einer Regierungs-Propaganda um ihre nationalistische Ideologie mit bekannter protektionistischer Abschottung des Marktes zu rechtfertigen. Im Prinzip nichts Neues sozusagen.
Thailand will unter dieser Regierung keine ausländische Investitionen und wendet dafür nur geltendes Recht konsequent um. Wenige Ausnahmen bestätigen nur die Regel. Spätestens jetzt muss das auch dem Letzten klar geworden sein. Wer es trotzdem noch versuchen will, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.
Als Ausländer hier zu leben und sein mitgebrachtes Geld auszugeben ist (noch) ok. Hier zu investieren und sich damit seinen Lebensunterhalt verdienen zu wollen eine völlig falsche Entscheidung. Muss man nicht für richtig und gut halten, aber so ist die Realität eben. Dass sich die regierenden Patrioten damit mittel- und langfristig ins eigene Knie schießen -geschenkt-. Irgendwann wird man drauf kommen, dass eine behutsame und gelenkte Öffnung sehr viel sinniger hätte sein können. Aber dazu muss es vermutlich erst sehr viel schlechter werden bevor man darüber auch nur nachdenkt.