BANGKOK, Thailand – In Thailand steht eine Ministeriumsehe vor dem Aus – und das könnte Ihren nächsten Urlaub bunter machen. Die Regierung treibt die Trennung von Tourismus und Sport voran und will die Touristiker künftig beim Kulturministerium ansiedeln. Reisende dürfen sich auf ein schärferes Profil freuen: Kulinarik, Traditionen und lokales Erbe sollen gezielt zu Reiseerlebnissen werden.
Ein Gesetz als Schlussstrich
Stellvertretender Premierminister Pakorn Nilprapunt bestätigte, dass der fertige Gesetzesentwurf bereits im Kabinettssekretariat liegt. Die Behörden haben jetzt einen Monat Zeit, ihre Stellungnahmen zu den neuen Verwaltungsregeln abzugeben.
Komplex sei nicht das Schreiben des Gesetzes, betonte Pakorn, sondern die Neuordnung der Behördenstrukturen und die gerechte Verteilung des Personals in den Regionalbüros.
Zeitplan: Vom Kabinett ins Parlament
Nach der Konsultationsphase soll der Entwurf dem Kabinett vorgelegt werden – voraussichtlich im Juli oder August 2026. Hält der Zeitplan, wird das Gesetz noch in diesem Jahr verabschiedet und tritt kurz darauf in Kraft.
Anschließend geht der Text zur parlamentarischen Beratung ins Repräsentantenhaus. Die Regierung rechnet mit einem geordneten Übergang, betonte Pakorn.
Wer kriegt was? Die Aufteilung der Behörden
Unter dem neuen Dach sollen die tourismusrelevanten Stellen vereint werden: das Tourismusministerium in spe mit dem Tourismusamt (TAT), der Behörde für nachhaltigen Tourismus (Dasta) und dem Tourist Police Bureau.
Sportliche Aufgaben wandern zum Sportministerium, zusammen mit der Sportbehörde (SAT) und der nationalen Sportuniversität. Besondere Aufmerksamkeit erhalten Behörden mit Mischfunktionen – vor allem das Büro des ständigen Sekretärs, wo Personal nach Expertise neu verteilt wird.
Kultur als Reisemagnet
Tourismus- und Sportminister Surasak Phancharoenworakul zeigte sich überzeugt, dass die Reform die Effizienz steigert und eine klarere politische Linie bringt. Vor allem die Bündelung mit Kultur werde Thailand helfen, seine Schätze viel besser als touristische Produkte zu nutzen.
Konkret nannte Surasak Küche, Traditionen, lokale Lebensstile und das kulturelle Erbe. Sie sollen künftig nicht nur bewundert, sondern als maßgeschneiderte Reiseerlebnisse vermarktet werden.
Zusammenarbeit soll Bürokratie durchbrechen
Surasak betonte, dass eine enge Zusammenarbeit aller beteiligten Behörden unverzichtbar bleibe. Nur so könnten bürokratische Barrieren fallen, das Vertrauen in Tourismus und Sport gestärkt und Thailands internationale Wettbewerbsfähigkeit wachsen.
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…Küche, Traditionen, lokale Lebensstile und das kulturelle Erbe“ sollen also künftig vermarktet werden. Aha! Dann passt die geplante Eintrittsgebühr ins Disneyland Südostasiens voll ins Konzept. Muss man schon mal anerkennen!