Thailand: Strompreise steigen – Das steckt dahinter

Strompreise steigen! Warum Verbraucher bald tiefer in die Tasche greifen müssen – die überraschende Begründung des Amtes!

Thailand: Strompreise steigen – Das steckt dahinter
Thairath

BANGKOK, THAILAND – Die Energieaufsicht setzt die Stromversorger unter Druck und schafft Klarheit bei öffentlichen Stromkosten: Neue Zähler müssen bis 2026 installiert sein, die Obergrenze von zehn Prozent des Verbrauchs soll Verbraucher entlasten. Gleichzeitig signalisiert die Behörde: Sollte die Regierung die Politik kippen, zieht sie sofort nach.

Zehn-Prozent-Grenze schützt Stromkunden

Die Energieaufsichtskommission (ERC) stellt unmissverständlich fest, dass öffentlicher Strom nach den Beschlüssen des Nationalen Energiepolitikrats (NEPC) abgerechnet wird – und nicht darüber hinaus. Die Stromversorger dürfen maximal 10 Prozent der Verbrauchsmenge im jeweiligen Gebiet als öffentliche Kosten erheben.

Dr. Poonpat Leesombatpaiboon, Generalsekretär des ERC-Büros und Sprecher der Behörde, betont: Die Aufsicht schützt die Interessen der Bürger und lässt keine willkürlichen Zusatzbelastungen zu.

Stromzähler-Offensive bis 2026

Damit Abrechnungen transparent und korrekt erfolgen, müssen die Metropolitan Electricity Authority (MEA) und die Provincial Electricity Authority (PEA) flächendeckend Zähler installieren. Der Startschuss fiel bereits 2023.

Die MEA plant, die Arbeiten bis zum Jahr 2026 abzuschließen. Die PEA hinkt hinterher – ihr landesweites Zuständigkeitsgebiet macht den Einbau aufwendiger. Das ERC-Büro kündigt an, den Prozess engmaschig zu überwachen und zu beschleunigen.

Wenn die Regierung die Politik kippt

Dr. Poonpat schloss nicht aus, dass sich die Spielregeln grundlegend ändern könnten. Sollte die Regierung alte NEPC-Beschlüsse aufheben und die Stromversorger verpflichten, die öffentlichen Stromkosten direkt von den für die Anlagen verantwortlichen Behörden einzutreiben, sei die ERC darauf vorbereitet.

„Falls es eine Änderung der Politik geben sollte, die bisherige NEPC-Beschlüsse aufhebt und die Stromversorger anweist, die Kosten für öffentlichen Strom von den für die elektrischen Anlagen verantwortlichen Behörden einzuziehen, ist die ERC bereit, dies zu verfolgen und zu beaufsichtigen, damit es dem NEPC-Beschluss entspricht“, erklärte der Sprecher.

Eine Idee von 1987

Die Debatte um öffentlichen Strom ist kein neues Thema. Dr. Poonpat erinnerte daran, dass die Grundlage bereits ein Kabinettsbeschluss aus dem Jahr 1987 war. Seither wurde die Politik mehrfach an die sich wandelnden Verbrauchsbedingungen und den nationalen Kontext angepasst.

Die ERC betrachtet die aktuellen Vorgaben deshalb nicht als isolierten Schnellschuss, sondern als Teil einer jahrzehntelangen Linie.

Frist 2026 – Aufsicht bleibt am Ball

Für die Bürger bedeutet der Fahrplan: Bis 2026 soll es bei öffentlichen Stromkosten keine dunklen Flecken mehr geben. Die ERC will die Stromversorger nicht aus der Pflicht lassen und hat klargemacht, dass sie die Umsetzung eng begleitet.

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Quelle: Thairath

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