Thailand: Neues Gesetz soll Prostitution entkriminalisieren

Schluss mit der Kriminalisierung: Ein radikaler Gesetzentwurf will das älteste Gewerbe in Thailand offiziell zum legalen Beruf machen. Schafft die Regierung damit endlich Sicherheit oder droht ein gesellschaftliches Beben?

Rotlicht in Bangkok: Eine nüchterne Bilanz
Gemini AI

Bangkok – Die Empower Foundation hat dem Repräsentantenhaus einen Gesetzentwurf zur Entkriminalisierung von Sexarbeit und zur Ausweitung von Arbeitsschutzrechten vorgelegt. Der Entwurf wurde am Donnerstag um 10:30 Uhr von einem Berater des House Speaker Sophon Zarum entgegengenommen und dem Parlament zur Prüfung übergeben.

Gesetzentwurf offiziell übergeben

Die Empower Foundation reichte am Donnerstag einen Entwurf namens „Sex Service Provider Protection Act“ ein, der Sexarbeit rechtlich neu ordnen soll.

Der Text wurde im Repräsentantenhaus entgegengenommen; anwesend waren außerdem Vertreter des House Committee on Law, Justice and Human Rights sowie Abgeordnete der People’s Party und der Pheu Thai Party.

Ziel: Entkriminalisierung und Arbeitsschutz

Der Entwurf sieht die Aufhebung des bestehenden Prevention and Suppression of Prostitution Act von 1996 vor und würde Sexarbeit als legitime Arbeit anerkennen.

Damit sollen Sexdienstleister dieselben grundlegenden Schutzrechte erhalten wie Beschäftigte in anderen Berufen.

Begründung der Stiftung und Sicherheitsaspekte

Ein Vertreter der Empower Foundation kritisierte das Gesetz von 1996 als veraltet und sagte, es kriminalisiere freiwillige Sexarbeit und mache Beschäftigte anfällig für Ausbeutung, Missbrauch und Diskriminierung.

Der Vertreter erklärte weiter: „Dieser Gesetzentwurf ist keine Befürwortung von Sexarbeit. Es geht darum, die Entscheidungen derjenigen zu respektieren, die diese Arbeit verrichten, und sicherzustellen, dass sie dieselben Grundrechte erhalten wie jeder andere auch – nicht mehr und nicht weniger.“

Parlament prüft den Entwurf

Der Gesetzesentwurf wurde dem Parlament zur Prüfung vorgelegt; das weitere Verfahren liegt nun bei den zuständigen Gremien.

Was denkst du darüber? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.

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Quelle: Khaosod English

4 Kommentare zu „Thailand: Neues Gesetz soll Prostitution entkriminalisieren

  1. was ich dadrueber denke ??? bin stinksauer !!!
    die verlaengerung vom monatg haette ich mir sparen koennen . bin vor 17j nach TH ausgewandert weil ich ein land suchte indem es keine prostitution gibt , und jetzt lese ich das. ich werde TH auf dem schnellsten weg verlassen , hier will und kann ich nicht mehr leben.
    es wurde immer gesagt von den behoerden das es in TH keine anzeichen von PRO gibt , ich habe meinem gastland vetraut !
    aber moment mal , wie kann etwas entkriminalisiert werden was es garnicht gibt, gruebel 🤔gruebel 🤔
    eine frage die mir evtl. jemand beantworten kann 🙏

    1. Ich bin am Überlegen: Satire oder nicht?
      Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand 17 Jahre in einem Land lebt und nicht mitbekommen hat, was in den Massagesalons etc. abläuft. Allein das Lesen im WB informiert einen wöchentlich mindestens 3 mal, dass es „Eigentlich“ keine Prostitution in Thailand gibt, aber … (wobei das Wort „eigentlich“ bereits aussagt „und es gibt sie doch!“).
      Aber egal; das Vorhandensein von Prostitution verpflichtet ja niemanden, diese spezielle Dienstleistung auch in Anspruch zu nehmen und wer sie nicht in Anspruch nehmen will, lässt das einfach und für ihn ist die Welt wieder in Ordnung und er muss nicht wutentbrannt und überstürzt das Land verlassen.
      Und damit zu meiner allgemeinen Meinung: Für mich ist es angebracht, diesen juristischen Schritt endlich zu tun und sowohl die Mädchen, die das ausüben als auch deren Kunden zu entkriminalisieren. Allerdings müsste in gleichen Rahmen geregelt werden, dass die Auswüchse der Prostitution weiterhin kriminell bleiben und strafrechtlich verfolgt werden; ich denke da in erster Linie an Zuhälterei und sog. Beischlafdiebstahl; auch der Jugendschutz müsste wohl entsprechend angepasst werden. Was ebenfalls reglementiert werden sollte: Das Anbieten dieser Dienstleistungen in der Öffentlichkeit könnte sicherlich vielleicht sogar ganz untersagt werden.
      In diesem Zusammenhang vielleicht noch einen Ausspruch des ehemaligen Polizeipräsidenten von München Dr. Manfred Schreiber: „Aus polizeilicher Sicht gibt es nichts besseres als ein gutgeführtes Bordell mit einer juristisch zuverlässigen „Puffmutter“!“

      1. danke fuer deine antwort 🙏
        du hast es zumindest (fast) richtig erkannt und meinen kommentar als satiere eingestuft , obwohl du dir deiner sache nicht ganz sicher scheinst 555😉
        danke das du mich aufgeklaert hast in sachen prostitution, waer von allen nicht drauf gekommen !! dein kommentar hat mich veranlasst die koffer wieder auszupacken und doch zu bleiben , danke michael o. 🤍 im uebrigen konnte / wollte ich gestern abend nicht mehr antworten, als gluecklicher single pflege ich es am freitag abend nach phattalung reinzufahren. gehe essen ,kaffee trinken ! bin aber beim spaziergang immer wieder entsetzt 😱, muss mit ansehen das es hier auch hier sowas gibt.🦑 ich mache freitags einen grossen bogen um solche , solche ….ich weiss nicht wie ich es nennen soll🤔, auf jeden fall bin ich froh wenn ich gegen 1-2uhr in der nacht unbeschadet, aber doch erleichtert zu hause an komme 😌 !! was du dir so fuer bemerkungen von polizei praesidenten anhoerst , aber recht hat er irgendwo 555
        danke fuers lesen 😊

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        1. Hallo Frank,
          Danke für Deine Antwort, die sicherlich nicht nur mich erfreut, sondern auch die Thai-Immi; zeigt sie doch bei Dir den Wandel vom Touristen zum Qualitätstouristen, der statt des täglichen Besuchs von Massagesalons lieber den Sanctuary of Truth besucht. Das mit dem Polizeipräsidenten kann, darf und will ich Dir erläutern; Du hast es Dir verdient. Dr. Schreiber war während meines fachjuristischem Studiums mein Dozent in Sachen Bayerisches Polizeirecht und ein Teil seines Lehrauftrages umfasste „Polizeirecht aus der Praxis für die Praxis“.
          Auch diesen Text beende ich mit einem Ausspruch zu Deinem Familienstand; diesmal vom Robert Lemke statt Dr. Schreiber: „Ein Junggeselle ist ein Mann, dem Zum Glück die Frau fehlt!“; ich muss gestehen, es hatte bei mir nicht gleich beim ersten mal lesen Klick gemacht

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