SAKON NAKHON – Ein Nahrungsergänzungsmittel aus dem Internet hat einen Menschen das Leben gekostet. Nach dem Todesfall schlugen Polizei und Gesundheitsbehörden mit Razzien an vier Standorten zu und stellten das gefährliche Produkt „Baschi“ sicher.
Tod nach Online-Kauf im TikTok-Shop
Der oder die Verstorbene hatte das Schlankheitsmittel über einen TikTok-Shop bestellt. Kurz nach der Einnahme des Produkts mit dem Namen „Baschi“ kam es zum tragischen Tod.
Die Behörden wurden alarmiert und leiteten umgehend Ermittlungen ein. Schnell war klar: Das Nahrungsergänzungsmittel besaß keine Registrierung bei der thailändischen Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde FDA.
Razzien an vier Standorten
Polizeigeneralmajor Khongkrit Lertsittikul von der Verbraucherschutzpolizei CPPD ordnete Durchsuchungen in Sakon Nakhon und Nonthaburi an. Die Beamten nahmen Wohnsitze und private Lieferzentren ins Visier, die hinter den Online-Verkäufen steckten.
In einem Haus in Sakon Nakhon, das als Absenderadresse auf den Paketen des Opfers stand, fanden die Ermittler zurückgesandte Lieferungen aus dem TikTok-Shop. Insgesamt stellten sie 18 Behälter des verdächtigen Produkts sicher.
Die tödliche Substanz Sibutramin
Das Mittel steht im dringenden Verdacht, Sibutramin zu enthalten. Dieser Wirkstoff ist in Thailand als kontrollierte Substanz des Typs 1 eingestuft und strikt verboten.
Sibutramin kann den Blutdruck gefährlich in die Höhe treiben, schwere Herzrhythmusstörungen auslösen und zum Herzversagen führen. Besonders für Menschen mit Vorerkrankungen wird die Einnahme schnell zur tödlichen Gefahr.
FDA-Generalsekretärin schlägt Alarm
Supattra Boonserm, Chefin der FDA, richtete eine eindringliche Warnung an die Öffentlichkeit. Sie fordert Verbraucher auf, vor dem Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln unbedingt die Registrierungsnummer zu prüfen.
Neben Herz-Kreislauf-Risiken nannte sie weitere mögliche Nebenwirkungen: Schlaflosigkeit, Schwindel, verschwommenes Sehen und Herzrasen können schon bei geringeren Dosen auftreten.
Laborproben sollen Gewissheit bringen
Die FDA hat Proben der beschlagnahmten Ware an das Ministerium für medizinische Wissenschaften geschickt. Dort laufen jetzt Labortests, um Sibutramin oder andere verbotene Substanzen zweifelsfrei nachzuweisen.
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15 Gläser stammten aus den retournierten Paketen, drei weitere wurden an einem Wohnsitz in Nonthaburi sichergestellt. Alle Beweisstücke liegen mittlerweile bei den CPPD-Ermittlern.
Strafverfolgung der gesamten Lieferkette
Sollte sich der Sibutramin-Verdacht bestätigen, droht Herstellern und Händlern eine harte strafrechtliche Verfolgung. Die Behörden haben angekündigt, die Anklagen auf alle Beteiligten der Lieferkette auszuweiten.
Die Razzien markieren erst den Anfang der rechtlichen Aufarbeitung. Die CPPD-Ermittler bereiten bereits die nächsten Schritte vor, um das illegale Netzwerk hinter dem tödlichen Produkt zu zerschlagen.



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