Thailands Regierung deckelt Preise für Grundnahrungsmittel und Fischsauce

Wucher-Alarm am Frühstückstisch: Die Behörden nehmen jetzt Sojasauce und Fischsauce streng in die Zange. Warum diese drastische Maßnahme für den Geldbeutel der Verbraucher zum nervenaufreibenden Krimi wird.

Thailands Regierung deckelt Preise für Grundnahrungsmittel und Fischsauce
Bangkok Post

BANGKOK – Das thailändische Kabinett zieht die Zügel bei den Lebenshaltungskosten spürbar an. Die Liste der preisregulierten Produkte wächst auf 66 Einträge. Fischsauce, Sojasauce und sogar weißer Wolfsbarsch stehen nun unter besonderer Beobachtung. Jede Preiserhöhung braucht ab sofort eine staatliche Genehmigung.

Fischsauce und Wolfsbarsch neu auf der Liste

Die aktualisierte Aufstellung umfasst jetzt 61 lebensnotwendige Güter und fünf Dienstleistungen. Fünf neue Kategorien kommen hinzu: Sojaschrot, weißer Wolfsbarsch, junge Kokosnüsse und Kokosnussprodukte, Sojasauce und Fischsauce.

Das gab die stellvertretende Regierungssprecherin Lalida Persvivatana bekannt. Die neue Liste konsolidiere alle bisher genehmigten Waren und ergänze sie um die fünf Zusätze.

Scharfe Trennung bei den Würzsoßen

Sojasauce und Fischsauce hat die Regierung aus der breiten Kategorie „Würzsoßen“ herausgelöst. Der Grund: Eine klarere regulatorische Aufsicht soll Preistreiberei bei diesen Grundnahrungsmitteln gezielter verhindern.

Die Trennung spiegele die tatsächlichen Marktbedingungen besser wider, erklärte Persvivatana. Anbieter der beiden Soßen müssen Preisänderungen nun einzeln beantragen.

180 Millionen Baht für günstige Betriebsmittel

Das Kabinett verlängerte am Dienstag zudem zwei Hilfsprogramme. Das „Green Flag Low-Cost Plus“-Programm und die Entlastung der Lebenshaltungskosten laufen bis September weiter.

Ploythalay Laksameesaengjan, ebenfalls stellvertretende Regierungssprecherin, bestätigte die Fortführung mit dem bestehenden Budget von 180 Millionen Baht. Landwirte behalten so den Zugang zu erschwinglichen Düngemitteln und anderen Betriebsmitteln.

Behörden greifen bei Preistricks durch

Das Zentralkomitee für Waren- und Dienstleistungspreise überprüft die Liste mindestens einmal jährlich. Es beobachtet Marktentwicklungen, überwacht die Preisgestaltung und soll die Ausbeutung von Verbrauchern unterbinden.

Anbieter aller 66 gelisteten Artikel müssen vor jeder Preisänderung eine vorherige Genehmigung einholen. Die Versorgungssicherheit hat für das Handelsministerium oberste Priorität.

Thailands Kampf gegen unfaire Preise

Die Maßnahmen zielen darauf ab, unfaire Preispraktiken einzudämmen und die Lebenshaltungskosten zu managen. Die Verlängerung der Hilfsprogramme federt zudem die wirtschaftlichen Auswirkungen des Nahostkonflikts ab.

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Quelle: Bangkok Post Thailand

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