Familientragödie in Nonthaburi: Keine Vergebung für den Neffen

Nach jahrzehntelangem Streit um eine Grundstückszufahrt und anonymen Flugblättern schließt die Familie jede Versöhnung aus.

Keine Vergebung nach Streit um Land: Neffe erschießt Tante und Onkel
KhaoSod

NONTHABURI – Ein jahrelanger Streit um ein Wegerecht endete in einer unfassbaren Tat. Ein 59-Jähriger tötete in Nonthaburi seine Tante und seinen Onkel. Vier weitere Verwandte wurden bei dem Vorfall verletzt.

Zehn Jahre Streit um drei Meter Land

Der Auslöser für die Eskalation war ein Konflikt, der seit über einem Jahrzehnt schwelte. Der Täter wollte die umstrittene Straßenbreite von drei auf vier Meter erweitern lassen, um sein eigenes Grundstück beleihen zu können.

Da sein Land keinen Zugang zur öffentlichen Straße hatte, war eine finanzielle Nutzung als Sicherheit bislang unmöglich. Ein Rechtsstreit mit seiner Tante endete vor rund zwei Jahren mit der Einstufung des Bereichs als Dienstbarkeit.

Eskalation im Wohnhaus der Verwandten

Nach dem Abschluss der rechtlichen Auseinandersetzung schien die Sache für die Familie erledigt. Ein Zaun wurde errichtet, um die Grenzen des Wegerechts klar zu markieren.

Doch nun kam es im Wohnhaus der Eheleute zu einem tödlichen Zwischenfall. Vier weitere Angehörige, die vor Ort waren, wurden dabei verletzt.

Bruder der Opfer versteht die Welt nicht mehr

Herr Sa-nguan, der 65-jährige Bruder des getöteten Onkels, zeigte sich fassungslos. Er habe nach dem Ende der Klagen mit seinem Bruder gesprochen, doch das Thema sei nie wieder erwähnt worden.

„Ich dachte, die Sache wäre ausgestanden und es würde keine weiteren Probleme geben“, sagte er. Umso unverständlicher ist für ihn der plötzliche Vorfall.

Verstorbener Onkel verteilte anonyme Flugblätter

Vor dem Vorfall erfuhr Sa-nguan, dass sein toter Bruder den Neffen offenbar mit anonymen Schreiben an Kreuzungen und Häusern anprangerte. Warum der 71-Jährige dies tat, ist unklar.

Bedroht habe der Onkel den Täter aber nicht. Er habe stets beschwichtigt und gesagt, man solle nicht grob miteinander umgehen, weil alle irgendwann sterben müssten.

Täter galt als unauffällig und ruhig

Der 59-Jährige wurde von Angehörigen als normale Person ohne jähzornige Ader beschrieben. Er ging regelmäßig zur Arbeit und lebte mit Frau und Kind im eigenen Haus.

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Ob seine Familie von den Tatplänen wusste, ist völlig offen. Der Bruder der Opfer betonte, er könne sich das Motiv beim besten Willen nicht erklären.

„Wer könnte das ertragen?“

Sa-nguan sagte, er habe die Beherrschung verloren, als er von der Nachricht erfuhr. Für ihn seien alle Beteiligten Kinder und Enkel desselben Blutes.

Er fordert die Behörden auf, mit voller Härte des Gesetzes zu handeln. Dem Täter werde er nicht verzeihen.

Keine Vergebung für den Neffen

„Es ist wie ein Vorfall, bei dem ein Kind seine Mutter tötet, was man nicht verzeihen kann“, erklärte Sa-nguan. Er selbst habe nichts gehabt, aber dass sein Bruder und seine Schwägerin ihr Leben verloren, sei unerträglich.

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Die Polizei hat den Tatort abgesperrt und ermittelt. Der genaue Tathergang und das endgültige Motiv sind weiterhin Gegenstand der Untersuchungen.

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Quelle: Khaosod Thai

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