PHUKET – Eine heftige Explosion in einem Tanklager des städtischen Wasserwerks hat am Vormittag des 28. Juli für einen Großeinsatz der Rettungskräfte und eine zeitweise Sperrung der Damrong Road gesorgt. Anwohner berichten von zwei lauten Detonationen. Die Behörden sicherten das Gelände weiträumig ab, weil befürchtet wurde, dass Chlorgas austreten könnte.
Chemikalientank löst Großeinsatz aus
Gegen 11:30 Uhr erschütterte ein lauter Knall die Umgebung des Wasserwerks an der Damrong Road im Unterbezirk Talat Yai. Erste Meldungen gingen von einem geplatzten Chlortank aus, was sofort höchste Alarmbereitschaft bei den Einsatzkräften auslöste.
Bürgermeister Supachok La-ongphet stellte später klar, dass es sich bei der beschädigten Einheit um einen Lagertank für alkalische Chemikalien handelte. Warum es zu der Explosion kam, ist noch völlig unklar.
Anwohner hören zwei Detonationen
Ein Zeuge, der nahe dem Werksgelände wohnt, sprach von einer außergewöhnlich lauten ersten Explosion. Zunächst habe niemand begriffen, dass das Chemikalienlager betroffen sein könnte. Man ging nach draußen und sah Gas entweichen, konnte zu diesem Zeitpunkt jedoch noch keinen Geruch wahrnehmen.
Erst nach einer zweiten, kleineren Explosion, die sich nach dem Eintreffen der Behörden ereignete, nahmen die Anwohner einen beißenden Geruch wahr. Das löste in der Nachbarschaft erhebliche Besorgnis aus.
Damrong Road zeitweise voll gesperrt
Die städtische Feuerwehr rückte mit vier Fahrzeugen an, unterstützt von zwei Löschzügen aus dem Nachbarbezirk Ratsada. Gemeinsam mit den Spezialisten für chemische Gefahren vom Katastrophenschutz riegelten die Kräfte das Gelände weiträumig ab.
Verkehrspolizisten der Wache Phuket City und Mitarbeiter der Rettungsstiftung Kusoldharm sperrten den Abschnitt der Damrong Road, der an der Anlage vorbeiführt. Die Maßnahme diente in erster Linie dem Schutz vor möglichen Gaswolken. Chlor kann die Atemwege schwer reizen und in großen Mengen lebensgefährlich sein.
Bürgermeister nennt Vorfall ungewöhnlich
Trotz der Wucht der Detonationen wurde glücklicherweise niemand verletzt. Bürgermeister Supachok betonte, selbst die Mitarbeiter des Wasserwerks seien nicht zu Schaden gekommen. Dennoch blieb das Gelände unter scharfer Kontrolle.
Der Bürgermeister wies darauf hin, dass sich auf dem Gelände mehrere Tanks befänden. Dass einer davon ohne äußeren Einfluss berste, sei sehr ungewöhnlich. Die Beamten konzentrieren sich nun darauf, die genaue Ursache zu ermitteln und das Ausmaß des Schadens zu dokumentieren.
Untersuchung zur Ursache eingeleitet
Der Katastrophenschutz und die städtischen Behörden arbeiten daran, den Hergang der Explosion zu rekonstruieren. Zunächst musste die Sicherheit vor Ort vollständig wiederhergestellt werden, bevor Experten mit der Spurensuche beginnen konnten.
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