BANGKOK, THAILAND – Die Thai Hotels Association (THA) fordert von der Regierung eine Überprüfung des 60-Tage-visafreien Programms und neue Steuerregeln für ausländische Online-Reisebüros (OTAs), um lizenzierte Hotels zu stärken. Die THA übergab Premierminister und Innenminister Anutin Charnvirakul am 15. Mai im Government House acht tourismusbezogene Maßnahmen, die Reisekosten senken und die Erlöse der Branche stabilisieren sollen.
Visafreiheit marktspezifisch prüfen
Die THA schlägt vor, die 60-tägige visafreie Einreise nicht pauschal für alle 93 berechtigten Länder beizubehalten, sondern Aufenthaltsdauer und erlaubte jährliche Einreisen je nach Markt anzupassen.
Der Verband betont, dass visumfreies Reisen für den Tourismus wichtig bleibe, es aber sinnvoll sei, die Bedingungen an das Potenzial einzelner Herkunftsmärkte anzupassen.
Sperre gegen „Visa Runs“ vorgeschlagen
Als konkrete Maßnahme gegen missbräuchliche Kurzaufenthalte schlägt die THA vor, dass Reisende, die visumfrei einreisen, das Privileg für mindestens 60 Tage nach der Einreise nicht erneut nutzen dürfen.
Der Verband nennt die Regel ausdrücklich als Mittel zur Eindämmung von sogenannten „Visa Runs“.
Steuern und OTAs: Preisparität abschaffen
Die THA fordert verbindliche Steuerregeln für ausländische OTAs und eine Überprüfung der Provisionssätze, damit internationale Plattformen ihre Abgaben in Thailand leisten.
Zudem schlägt der Verband vor, Preisparitäts-Regeln abzuschaffen und eine thailändische Hotelbuchungsplattform aufzubauen, um Marketingkosten zu senken und die Erträge lizenzierter Hotels zu verbessern.
Staatshilfe für Inlandstourismus und Charterflüge
Wegen höherer Rohölpreise und gestiegener Flugkosten empfiehlt die THA staatliche Unterstützung für Charterflüge auf ausgewählten Routen und ein Co‑Payment-Modell zur Stärkung des Inlandstourismus.
Die THA verweist auf 1,16 Billionen Baht Einnahmen aus dem Inlandstourismus im Jahr 2025; Unterkünfte machten dem Verband zufolge rund 20 bis 25 Prozent der Ausgaben aus.
Treffen mit Regierung und Branchenführern
Die Vorschläge übergab THA-Präsident Thienprasit Chaiyapatranun zusammen mit Vertretern aus zehn Wirtschaftsbereichen am Freitag, dem 15. Mai, im Government House in Bangkok an Premierminister Anutin Charnvirakul.
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Zu den weiteren vorgeschlagenen Maßnahmen zählen der Ausbau von Verkehrsnetzen, neue Attraktionen in Gebieten wie dem Klong Toei Hafen und dem Eastern Economic Corridor sowie zinsgünstige Kredite für kleine Hotels und strengere Kontrollen beim öffentlichen Cannabiskonsum.
Keine sofortigen Entscheidungen
Die THA lehnt die Einführung einer 1.000-Baht-Ausreisegebühr zum jetzigen Zeitpunkt ab, und aus dem Treffen wurden keine unmittelbaren Folgen oder Beschlüsse berichtet.
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So wie es aussieht kann sich zur Zeit Thailand vor Urlauber nicht mehr retten. Das erklärt immerhin wieso sich Thailand es sich leisten kann auf viele zahlende Touristen freiwillig zu verzichten. Dazu dienen vor allen die Verschärfungen der Visaregeln und große bürokratische Hürden für den Aufenthalt in Thailand aufzubauen. Wenn die einfachen Urlauber und Rentner aus Europa fern gehalten werden, werden die Qualitäts-Touristen Thailand überrennen und die Ausländerkriminalität wird bestimmt auf Null fallen. Ganz bestimmt.
Die unendliche Geschichte, seit Jahren, ein Hin und Her, kopflos. TH wie es leibt und lebt!
Moin, ich denke, dass die Abschaffung der 60 Tage Regel für Thailand nicht von Vorteil ist. Gerade wenn man etwas mehr Zeit hat reist man auch mehr und dass bringt das Geld ins Land.