Wassermangel in Thailand: Kritische Pegel und massive Flutgefahr

Thailands Wasserreserven schrumpfen auf kritische 39 Prozent. Während das Land unter Trockenheit leidet, drohen nun schwere Unwetter. Erreichen die Wassermassen die ausgedörrten Regionen rechtzeitig oder droht eine Katastrophe?

Wassermangel in Thailand: Kritische Pegel und massive Flutgefahr
Photo by Nicharrat Anantathirawat on Unsplash

BANGKOK, THAILAND – Thailands Wasserreserven sind alarmierend geschrumpft: Landesweit sind nur noch 39 Prozent des Wassers als nutzbar eingestuft, während schwere Regenfälle und Hochwassergefahr mehrere Regionen bedrohen.

Wasserbilanz: Nur 22.061 Millionen Kubikmeter nutzbar

Das Office of National Water Resources (ONWR) meldete zum 14. Mai ein Gesamtwasservolumen von 46.169 Millionen Kubikmetern, davon seien lediglich 22.061 Millionen Kubikmeter nutzbar.

Landesweit entspricht das einem Anteil von 39 Prozent nutzbarem Wasser; besonders kritisch sind die Zentralregion mit 32 Prozent und die Ostregion mit 36 Prozent.

Regionale Unterschiede: Westen und Süden besser versorgt

Die westlichen Provinzen weisen mit 66 Prozent und der Süden mit 61 Prozent deutlich höhere nutzbare Bestände auf.

Diese Unterschiede verschärfen lokale Risiken: Regionen mit niedrigen Beständen sind empfindlicher gegen Starkregen und mögliche Versorgungsengpässe.

Heftiger Regen in einigen Provinzen

In den letzten 24 Stunden fielen besonders starke Niederschläge: Phang Nga verzeichnete 154 Millimeter, Chiang Rai 96 Millimeter und Nakhon Phanom 42 Millimeter.

Für den Zeitraum 14. bis 16. Mai wird in Amnat Charoen, Ubon Ratchathani und Chiang Mai eine akkumulierte Niederschlagsmenge von über 200 Millimetern prognostiziert.

ONWR warnt für 15. bis 18. Mai vor Sturzfluten und Erdrutschen

Das ONWR gab eine Wetterwarnung für den 15. bis 18. Mai heraus und macht das Tiefdruckgebiet über dem Golf von Bengalen sowie einen verstärkten Südwestmonsun als Ursache verantwortlich.

Nord-, Nordost-, Zentral-, West-, Ost- und Südthailand sind demnach in Gefahr von Überschwemmungen, Sturzfluten und Erdrutschen mit möglichen Auswirkungen auf Landwirtschaft und städtischen Verkehr.

Hohe Gezeiten erhöhen Flutrisiko vom 17. bis 21. Mai

Für den 17. bis 21. Mai werden hohe Gezeiten erwartet, die die Flüsse Chao Phraya, Mae Klong und Tha Chin betreffen und tiefliegende Gebiete überschwemmen könnten.

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Zusätzlich droht Salzwassereinbruch, der die Wasserqualität für Verbrauch und Landwirtschaft in Bangkok, umliegenden Gebieten und Küstenprovinzen beeinträchtigen kann.

Appell an Bewohner: Wetterupdates verfolgen und Vorsorge treffen

Bewohner in den betroffenen Gebieten werden aufgefordert, Wetteraktualisierungen zu verfolgen und sich auf mögliche Sturzfluten und Erdrutsche vorzubereiten, wie KhaoSod berichtet.

Die Warnungen des ONWR sowie die aktuellen Pegelstände vom 14. Mai bilden die Grundlage für die Vorsorgemaßnahmen vor Ort.

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Quelle: Thaiger

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