Die thailändische Regierung verhandelt weiterhin über die Übertragungsrechte für die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 und hält die von der FIFA geforderte Lizenzgebühr für nicht gerechtfertigt. Das Kabinett hat das Public Relations Department beauftragt, mit FIFA, Sponsoren und der National Broadcasting and Telecommunications Commission (NBTC) zu verhandeln. Wegen nächtlicher Anstoßzeiten und erwarteter Einbußen bei Werbeeinnahmen zögern Sponsoren, und Ministerin Supamas Isarabhakdi warnte, Fans könnten auf alternative Online‑Kanäle ausweichen, wenn keine Einigung erzielt wird.
Regierung führt Gespräche mit FIFA und Behörden
Supamas Isarabhakdi sagte am 20. Mai, das Kabinett habe die Öffentlichkeitsabteilung beauftragt, mit der FIFA, Sponsoren und der NBTC zu verhandeln. Die Gespräche drehen sich um die Bedingungen für die Übertragungsrechte der WM 2026.
Die Verhandlungen sind laut Ministerin noch offen; konkrete Vereinbarungen wurden bisher nicht genannt. Ziel ist es, wirtschaftlich vertretbare Lösungen für die Öffentlichkeit zu finden.
Lizenzgebühr gilt als unangemessen
Supamas bezeichnete die von der FIFA vorgeschlagene Lizenzgebühr als unangemessen und schwer gegenüber der Öffentlichkeit zu rechtfertigen. Die Regierung strebt demnach eine Senkung der geforderten Gebühren an.
Die Ministerin betonte, die Regierung werde nur zustimmen, wenn sich der Preis als fairer Wert gegenüber der Bevölkerung darstellen lasse. Eine Einigung hänge daher vom wirtschaftlichen Nutzen ab.
Anstoßzeiten erschweren kommerzielle Nutzung
Die für die WM geplanten Anstoßzeiten — 03:00, 05:00 und 09:00 Uhr thailändischer Zeit — stellen nach Angaben der Regierung zusätzliche Probleme für die kommerzielle Nutzung dar. Restaurants, Bars und Unternehmen könnten so wenig oder gar nicht von Live‑Übertragungen profitieren.
Supamas wies darauf hin, dass diese Zeiten die Werbemärkte und Sponsoring‑Erträge gegenüber früheren Turnieren schwächen könnten. Das erschwere die Argumentation für hohe Lizenzkosten.
Sponsoren zeigen nur begrenztes Interesse
Wegen erwarteter geringerer Werbeeinnahmen hätten Sponsoren bisher nur begrenztes Interesse am Erwerb der Rechte gezeigt, sagte die Ministerin. Das reduziert den finanziellen Rückhalt für hohe Lizenzgebühren.
Ohne starke Sponsorenzusagen wird die Regierung laut Supamas schwieriger argumentieren können, warum die Ausgaben gerechtfertigt sind. Die Entscheidung hänge deshalb auch an der Zahlungsbereitschaft der Marktpartner.
Fans könnten auf Online‑Alternativen ausweichen
Supamas warnte, dass Fans bei ausbleibender Einigung auf andere Wege zurückgreifen könnten: „Die Leute würden wahrscheinlich versuchen, andere Wege zu finden, um zuzuschauen.“
Sie fügte hinzu: „Heutzutage gibt es viele Online‑Kanäle, über die Zuschauer auf Übertragungen zugreifen können.“
Verhandlungsstand und nächste Schritte
Konkrete Folgen wurden bislang nicht genannt; die Verhandlungen laufen weiter und die Regierung will die wirtschaftlichen Bedingungen in die Entscheidung einbeziehen. Ein späterer Erwerb der Rechte nach Turnierbeginn wurde von Supamas als wahrscheinlich schwierig bewertet.
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