BANGKOK, THAILAND – Die Bank of Thailand hat ihren Leitzins auf 1,00 Prozent gesenkt, obwohl die Konjunktur zum Jahresende 2025 stärker angezogen hatte als erwartet. Die Notenbank reagiert damit auf eine für 2026 und 2027 erwartete Wirtschaftsentwicklung, die nach eigener Einschätzung unter dem Potenzial bleibt.
Entscheidung des Zinsgremiums
Das Monetary Policy Committee (MPC) der Bank of Thailand beschloss am Mittwoch mit einer 4-zu-2-Mehrheit, den Leitzins um 25 Basispunkte von 1,25 auf 1,00 Prozent zu senken.
Die Entscheidung tritt nach Angaben der Notenbank mit sofortiger Wirkung in Kraft.
Gründe für den Kurswechsel
Zwar verzeichnete die Wirtschaft im vierten Quartal 2025 ein stärkeres Wachstum als erwartet, doch sieht das MPC die Aussichten für 2026 bis 2027 weiterhin als gedämpft an.
Als Belastungsfaktoren nannte das Gremium anhaltende strukturelle Hindernisse, zunehmenden Wettbewerbsdruck und eine sich aufwertende Baht-Währung, die die Erholung bremsten.
Ziele der Zinssenkung
Mit der Zinssenkung will das MPC die finanziellen Bedingungen lockern und damit die wirtschaftliche Dynamik stützen.
Zugleich soll der Schritt dazu beitragen, die Schuldenlast von Unternehmen und privaten Haushalten zu mindern.
Blick auf Währung und Risiken
Die Zentralbank kündigte an, die Entwicklung des Baht und mögliche Kursschwankungen genau zu beobachten.
Vor dem Hintergrund erhöhter globaler Unsicherheiten betonte sie, auch die Stabilität des Finanzsystems besonders im Auge zu behalten, wie die Nachrichtenagentur TNA berichtete.



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