KOH PHANGAN, THAILAND – Die Touristenpolizei hat auf der Ferieninsel Koh Phangan einen 33-jährigen Russen festgenommen, der eine neuartige, besonders starke Form von Ecstasy besessen haben soll. Ermittler warnen, dass die als Kunstspielzeug getarnten Pillen aufgrund der Wirkstoffmischung zu Schockzuständen und plötzlichem Tod führen könnten.
Razzia nach auffälliger Autofahrt
Nach Angaben von Pol. Lt. Col. Winit Boonchit von der Tourist Police Division 5 durchsuchten Beamte am Abend des 25. Februar gegen 21:00 Uhr ein gemietetes Haus auf Koh Phangan, nachdem der Verdächtige zuvor durch sehr hohe Geschwindigkeit in einem Wohngebiet der Provinz Surat Thani aufgefallen war.
Der Mann wurde anhand seines Reisepasses als Evgenii, 33, russischer Staatsbürger identifiziert.
Verdächtiges Verhalten und Geständnis
Die Beamten erteilten dem Fahrer zunächst nur eine Verwarnung, stellten jedoch schnell fest, dass er sichtbar nervös wirkte, zusammenhanglos sprach und körperliche Symptome wie starkes Schwitzen und Zittern zeigte.
Daraufhin gab er nach Polizeiangaben zu, dass sich in dem Haus illegale Substanzen befänden.
Funde im Haus und gefährlicher Drogenmix
Bei der Durchsuchung entdeckten die Ermittler auf einem Tisch vor einem Badezimmer mehrere Drogen, darunter 1,63 Gramm weißes Ketamin in Pulverform, 1,18 Gramm blaues Ecstasy-Pulver gemischt mit Ketamin, einen Beutel brauner MDMA-Kristalle sowie drei Ecstasy-Tabletten in Form dreieckiger Totenköpfe und eines als „Labubu“ bekannten Designs.
Diese als „candy“ bezeichneten Pillen seien laut Polizei ein Mix aus MDMA, Ketamin, Kokain und Koffein, wobei die hohe Konzentration und die Kombination der Wirkstoffe das Rauschmittel deutlich stärker als übliches Ecstasy machten und ein erhebliches Risiko für Schockreaktionen und plötzlichen Tod darstellten.
Anklage und verstärkte Kontrollen
Der Festgenommene habe im Verhör alle Vorwürfe eingeräumt und zudem angegeben, zwei Tage zuvor Ecstasy konsumiert zu haben, teilte die Polizei mit.
Er wurde wegen unerlaubten Besitzes eines Betäubungsmittels der Kategorie 1 (Ecstasy und MDMA) sowie eines psychotropen Stoffes der Kategorie 2 (Ketamin) angeklagt und zur weiteren Strafverfolgung an die Ermittler der Polizeidienststelle Koh Phangan übergeben.
Reaktion der Behörden in der Touristenhochphase
Der Kommandeur des Tourist Police Bureau, Lt. Gen. Saksira Phueak-am, hat den Touristenpolizeistationen in ausgewiesenen Pilotgebieten angewiesen, das Vorgehen gegen Straftaten durch ausländische Besucher zu verschärfen.
Ziel sei es laut Polizei, die Sicherheit während der Hochsaison und ein positives Bild des Landes gegenüber internationalen Gästen zu gewährleisten.
Neue Designer-Droge aufgetaucht?
Bunt gepresste Pillen im Spielzeug-Look – doch der Mix aus MDMA, Ketamin und weiteren Substanzen kann laut Polizei lebensgefährlich sein.
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