BANGKOK, THAILAND – Wer dieser Tage am Schalter einer Airline in Suvarnabhumi steht und keinen Heimflug bekommt, ist in Thailand nicht allein – und mittlerweile auch nicht ohne Unterstützung.
Seit die Sicherheitslage im Nahen Osten am 28. Februar 2026 eskalierte, fehlen für Hunderttausende Reisende die Verbindungen über Dubai, Doha und andere Drehkreuze. Thailand reagierte innerhalb weniger Tage mit einem Bündel an Sofortmaßnahmen – von der Einwanderungsbehörde bis zum Tourismusministerium.
Keine Strafgebühr für Reisende, die ausreisen wollen
Wer sein Visum überzogen hat, weil kein Flug verfügbar war, muss am Flughafen keine Strafe zahlen. Das Einwanderungsbüro (Immigration Bureau) erließ die Overstay-Gebühr von 500 Baht pro Tag für alle Ausländer, deren Aufenthaltserlaubnis am 28. Februar 2026 oder danach ablief – sofern sie tatsächlich ausreisen.
Wer dagegen noch länger bleiben muss, kann eine Verlängerung von bis zu 30 Tagen beantragen. Dafür sind bestehende Overstay-Schulden vorab zu begleichen. Als Unterlagen verlangt die Behörde das Antragsformular TM.7, eine Passkopie sowie ein Schreiben der eigenen Botschaft. Wer dieses Schreiben wegen der Krise nicht rechtzeitig beschaffen kann, nimmt stattdessen eine formelle Erklärung zur Notlage auf – die Beamten nehmen diese als gleichwertigen Nachweis an.
Wo man den Antrag stellt
Der nächste Schritt führt zum zuständigen Einwanderungsbüro. Die wichtigsten Adressen:
Immigration Bureau Bangkok (Hauptstelle) Chaeng Watthana Government Complex, Building B, Chaeng Watthana Road, Bangkok 📞 +66 2 141 9889 🌐 www.immigration.go.th 📧 contact@immigration.go.th
Phuket Immigration Phuket City, Phuket 📞 +66 76 221 905
Chiang Mai Immigration Promenada Resort Mall, Chiang Mai 📞 +66 53 201 755
Krabi Immigration 📞 +66 75 665 099
Die Büros sind montags bis freitags von 08:30 bis 16:30 Uhr geöffnet. Wer vorab Fragen hat, erreicht das nationale Touristen-Hilfstelefon rund um die Uhr: 📞 1155 (Tourist Police Hotline, mehrsprachig)
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Hotels bieten Sonderpreise – so kommt man daran
Die Thai Hotels Association bat ihre Mitglieder, gestrandeten Gästen vergünstigte Zimmerpreise anzubieten. Gleichzeitig sollen Reiseveranstalter spezielle Pakete zusammenstellen, damit Urlauber die Wartezeit sinnvoll überbrücken können. Wer von seinem Hotel noch keinen Rabatt angeboten bekommen hat, fragt direkt am Empfang nach – und verweist auf die offizielle Bitte der Behörden.
Zusätzlich schickte die Tourism Authority of Thailand ihre lokalen Büros in die Hotels, um den Bedarf vor Ort zu erfassen. Besonders betroffen sind Phuket, Krabi, Phang Nga, Chiang Mai und Bangkok, wo sich derzeit viele Reisende aus arabischen Ländern sowie Transitpassagiere aufhalten.
Tourism Authority of Thailand (TAT) – Hotline: 📞 1672 (täglich 08:00–20:00 Uhr) 🌐 www.tourismthailand.org 📧 tatinfo@tat.or.th
TAT-Büro Phuket: 📞 +66 76 212 213
TAT-Büro Chiang Mai: 📞 +66 53 248 604
Finanzhilfe: 2.000 Baht pro Tag bei höherer Gewalt
Das Tourismusministerium beschloss nach einem Treffen am Montag, 2. März 2026, für nachgewiesene Notlagen eine Soforthilfe von 2.000 Baht pro Tag auszuzahlen – für jeden Tag, an dem eine Ausreise schlicht unmöglich ist. Staatssekretärin Natthriya Thaweewong bestätigte, dass dieser Betrag bereits grundsätzlich genehmigt sei. Ob und wie er im Einzelfall beantragt werden kann, prüft das Ministerium noch.
Wer glaubt, Anspruch auf diese Zahlung zu haben, wendet sich an das nächste TAT-Büro oder direkt ans Ministerium:
Ministry of Tourism and Sports Thailand 📞 +66 2 283 1500 🌐 www.mots.go.th 📧 contact@mots.go.th

Flüge: Nicht alle Verbindungen sind gestrichen
Direktflüge – auch jene der staatlichen Thai Airways – fliegen weiter, werden aber je nach Strecke umgeleitet. Das verlängert die Reisezeit und kann Anschlussflüge gefährden. Wer über Europa oder Ostasien ausweichen möchte, findet dort derzeit freie Kapazitäten.
Thai Airways Kundenservice: 📞 +66 2 356 1111 🌐 www.thaiairways.com
Reisende, die ihre Buchung ändern oder stornieren wollen, sollten ihre Airline oder ihren Reiseveranstalter direkt kontaktieren. Viele Gesellschaften haben wegen der Krise kostenfreie Umbuchungen angekündigt – ein Anruf lohnt sich.
Wann kehrt die Lage zur Normalität zurück?
Die Einwanderungsbehörde hält alle Regelungen so lange aufrecht, bis sich die Situation im Nahen Osten stabilisiert. Einen festen Enddatum gibt es nicht – wann die Drehkreuze Dubai und Doha wieder regulär erreichbar sein werden, hängt von einer Entwicklung ab, die niemand in Bangkok steuert.



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