BANGKOK, THAILAND – Der Krieg im Iran katapultiert die Preise für Fernreisen in absurde Höhen. Wer jetzt nach Asien fliegen will, zahlt bei europäischen Airlines ein Vermögen. Thailands Hoteliers zittern bereits vor dem leeren Strand.
Lufthansa verlangt Rekordpreise für Asienflüge
Ein Hin- und Rückflug von München nach Bangkok kostet in der Economy-Klasse aktuell mehr als 3200 Euro. Lufthansa ruft Tarife auf, die Reisende sonst nur aus der Business-Klasse kennen. Google-Daten belegen diesen extremen Preissprung.
Dennoch buchen Menschen weiterhin diese teuren Tickets. Im Vergleich zu der Zeit vor dem Kriegsausbruch im Nahen Osten schlagen die Airlines rund 160 Prozent auf den regulären Preis auf. Ein Ende dieser Preisrallye ist kaum in Sicht.
Airlines kassieren Osterurlauber kräftig ab
Pünktlich zu den Osterfeiertagen greifen die Fluggesellschaften noch tiefer in die Taschen ihrer Kunden. Auch in dieser ohnehin beliebten Reisezeit bleibt der Ticketpreis bei den ungewöhnlich hohen 3200 Euro stehen.
Folglich explodiert der Preisaufschlag für diese Saison. Er liegt satte 225 Prozent über den Werten, die Reisende vor dem Konflikt für diesen Zeitraum kalkulierten. Vielen Familien reißt das tiefe Löcher in das Budget.
Golf-Carrier streichen reihenweise ihre Flüge
Hinter diesen Schock-Preisen steckt das massive Chaos an den großen Drehkreuzen im Nahen Osten. Militärische Gefechte legen den normalen Betrieb in den Golfstaaten fast völlig lahm.
Gleichzeitig fallen die wichtigsten Anbieter für den Asientourismus aus. Emirates, Etihad und Qatar Airways transportierten bisher einen Großteil der Reisenden Richtung Osten. Nun sagen sie regelmäßig Asien-Routen ab.
Europäische Anbieter nutzen das Machtvakuum aus
Weil die starke Konkurrenz aus dem Golf fehlt, reiben sich europäische Airlines die Hände. Sie spüren kaum noch echten Wettbewerb auf den lukrativen Langstrecken in Richtung Südostasien.
Deshalb diktieren Lufthansa und Co. die Preise fast nach Belieben. Wenn das Angebot schrumpft und die Nachfrage der Kunden bleibt, schnellt der Preis unweigerlich nach oben. Reisende finden kaum noch günstige Alternativen.
Thailand fürchtet den raschen Absturz des Tourismus
Vor Ort in Südostasien schrillen derweil laut die Alarmglocken. Thailands Hoteliers und Strandverkäufer registrieren bereits spürbar weniger Gäste aus Europa, die Straßen leeren sich langsam.
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Denn das Land lebt fast komplett von seinen ausländischen Gästen. Wenn Urlauber wegen der horrenden Flugpreise dauerhaft wegbleiben, droht eine tiefe Krise, die hunderttausende Arbeitsplätze akut gefährdet.
Kassieren Airlines Krisengewinne auf Kosten der Urlauber?
Der Krieg im Nahen Osten mischt den globalen Reisemarkt völlig neu auf. Während asiatische Urlaubsparadiese um ihre Existenz kämpfen, füllen europäische Carrier ihre Kassen. Profitieren Konzerne hier schamlos von einem Desaster, oder erleben wir nur die harte Hand des freien Marktes?



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