CHIANG MAI, THAILAND – Der Blick auf den Doi Suthep ist nach Wochen wieder klarer und sorgt in sozialen Medien für Freude. Gleichzeitig verschärft sich die Waldbrand- und Smoglage: Allein am Morgen wurden 172 neue Hotspots gemeldet, die PM2.5-Werte bleiben vielerorts extrem hoch.
Doi Suthep „zurück“: Freude über bessere Sicht
Am 9. April 2026 wurden Fotos des Doi Suthep wieder massenhaft in sozialen Netzwerken geteilt, weil der Berg aus vielen Blickwinkeln erneut deutlich zu sehen war.
Viele Menschen werteten die Rückkehr der Sicht auf den Doi Suthep als Zeichen einer vorübergehend besseren Luftqualität, nachdem der Berg über rund zwei bis drei Wochen zeitweise im Dunst „verschwunden“ war.
Am Morgen wieder Dunst: Sicht verschlechtert sich erneut
Am Morgen des 10. April verdichteten sich Rauch und Feinstaub (PM2.5) laut Bericht erneut, sodass der Doi Suthep wieder blasser wirkte.
Als Beispiel wird der Blick vom Huai-Yuak-Reservoir (Tambon Chang Phueak, Bezirk Mueang Chiang Mai) genannt: Der Berg liegt nur wenige hundert Meter entfernt, war aber nur noch schwach zu erkennen.
172 Hotspots in 17 Bezirken: Feuerlage nimmt zu
Das Zentrum zur Prävention und Lösung von Waldbrand-, Smog- und PM2.5-Problemen der Provinz Chiang Mai meldete auf Basis von GISTDA-Daten (Morgenrunde) für den 10. April 2026 insgesamt 172 Hotspots in 17 Distrikten.
Die meisten Hotspots wurden in Chiang Dao (45) und Mae Chaem (31) registriert, gefolgt von Hot (12) sowie Phrao, Mae Taeng und Chom Thong mit jeweils 11.
Hohe Gesamtbelastung: 7.554 Hotspots seit Anfang März
Zusätzlich weist der Bericht eine kumulierte Zahl von 7.554 Hotspots aus dem Zeitraum 1. März bis 9. April 2026 aus.
Diese Summe unterstreicht, dass die aktuelle Smog- und Brandperiode nicht nur von einzelnen Tagen abhängt, sondern sich über Wochen aufgebaut hat.
PM2.5 in Chiang Mai: Messnetz zeigt flächendeckende Überschreitungen
Laut Luftqualitätsprüfung (Stand 10. April 2026, 08:00 Uhr) über das Climate Change Data Center der Chiang Mai University wurden in der Provinz 107 Messpunkte aus allen 25 Distrikten ausgewertet.
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Demnach lagen die PM2.5-Werte an 104 Messpunkten über dem Grenzwert von 37,5 µg/m³; an 87 Messpunkten wurden sogar Werte über 100 µg/m³ gemeldet.
Extremwert in Chiang Dao: Bis zu 400 µg/m³ gemessen
Der höchste genannte Messwert stammt laut Bericht von einer Station am „St Ban Thung Khao Phuang“ im Tambon Thung Khao Phuang, Distrikt Chiang Dao.
Dort wurde ein PM2.5-Wert von bis zu 400 µg/m³ angegeben, was die gesundheitliche Brisanz der Lage in einzelnen Gebieten verdeutlicht.
Internationaler Vergleich: Chiang Mai zeitweise unter den weltweit schlechtesten Städten
Für den Zeitraum 07:00 bis 08:00 Uhr nennt der Bericht zudem Daten von iqair.com: Chiang Mai wurde demnach als Stadt mit sehr schlechter Luftqualität weltweit auf Rang 2 geführt.
Als Werte werden ein US-AQI von 177 sowie für die PM2.5-Belastung in der Stadt Chiang Mai 92 µg/m³ angegeben.



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