Phuket, Thailand – Nach einer plötzlich abgesagten Inspektion am Freedom Beach steht Vizepremierminister und Innenminister Anutin Charnvirakul in Phuket unter Druck. Der Phuket-Abgeordnete Chalermpong Saengdee zweifelt offen daran, dass die Regierung wirklich hart gegen Mafia-Strukturen, Landraub und einflussreiche Interessen vorgeht.
Absage am Freedom Beach sorgt für Ärger
Der geplante Termin am Freedom Beach wurde am Samstag, 9. Mai, kurzfristig gestrichen. Die Absage kam nur Stunden nach Anutins öffentlicher Ansage am Bang Tao Beach, es werde in Phuket „keine Mafia“ und „keine einflussreichen Persönlichkeiten“ geben.
Chalermpong Saengdee machte daraus sofort eine politische Frage. Er sagte, die Menschen in Phuket hätten auf Antworten gewartet und wissen wollen, ob der Vizepremierminister die Probleme wirklich angeht oder ihnen ausweicht.
Vorwürfe rund um Land, Zugänge und Einschüchterung
Freedom Beach steht seit Längerem im Zentrum heftiger Streitigkeiten. Im Raum stehen Vorwürfe der Waldrodung, blockierte öffentliche Zugänge, Gebührenerhebungen für Besucher und Einschüchterungen von Anwohnern und Beschwerdeführern.
Chalermpong sagte, er habe Unterlagen und Belege zu Korruptionsvorwürfen, Streitigkeiten über Strandzugänge, Einschüchterung und Landkonflikten vorbereitet. Nach seiner Darstellung geht es dabei nicht nur um einen einzelnen Strand, sondern auch um öffentliche Flächen und Küstenabschnitte in Phuket.
Anutin reist nach Ranong weiter
Statt des Besuchs am Freedom Beach reiste Anutin nach Ranong, um an einer Sicherheitsoperation teilzunehmen. Dabei ging es um mutmaßlich steuerhinterzogene Waren im Wert von mehr als 50 Millionen Baht.
Die Absage heizte die Kritik im Netz zusätzlich an. Dort verbreiteten sich Spekulationen über die Gründe für den geplatzten Termin schnell weiter.
Regierung unter Beobachtung wegen Phuket
Nach Chalermpongs Worten hat die plötzliche Änderung das öffentliche Vertrauen beschädigt. Er stellte auch die Frage, ob die Regierung bereit ist, sich gegen einflussreiche Interessen zu stellen, die mit Phukets lukrativem Strandgrundbesitz verbunden sind.
Der Abgeordnete sagte zudem, das Thema sei längst nicht mehr nur eine Frage für Phuket. Es gehe darum, ob das Gesetz für alle gleich gilt.
Anutin hatte in Phuket harte Worte gewählt
Bei seinem Besuch am Bang Tao Beach sagte Anutin, er habe Berichte erhalten, dass Bürger bedroht würden. Er erklärte außerdem, es dürfe keine einflussreichen Persönlichkeiten und keine Mafia geben.
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Diese Aussagen wurden schnell zu einer der prägenden Botschaften seines Phuket-Besuchs. Kritiker halten nun dagegen, dass die abgesagte Inspektion am Freedom Beach diese klare Linie wieder infrage stellt.
Anwohner warten auf mehr als Worte
Chalermpong sagte, die Öffentlichkeit erwarte Taten statt symbolischer Besuche oder politischer Erklärungen. Er verwies auch darauf, dass Beschwerdeführer Schutz verdienten und nicht Angst. Gleichzeitig sagte er, einige öffentliche Strandbereiche würden von privaten Interessen praktisch kontrolliert, während normale Bürger beim Zugang zu staatlichem Land auf Hindernisse stießen.
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