Bangkok, Thailand – Die geplante Erhöhung der Flughafengebühr bei AOT sorgt für heftige Kritik. Der Bangkoker Abgeordnete Suphanat Minchaiynunt stellt offen infrage, warum internationale Passagiere ab dem 20. Juni 2026 statt 730 Baht dann 1.120 Baht zahlen sollen. Gleichzeitig drängt das Verkehrsministerium die Airlines, ihre Preise innerhalb der gesetzlichen Grenzen zu halten.
AOT will mehr Geld pro Passagier
AOT plant, die Gebühr für internationale Abflüge deutlich anzuheben. Aus 730 Baht sollen 1.120 Baht werden, also mehr als 50 Prozent mehr pro Passagier.
Begründet wird das mit nötigen Verbesserungen an den Flughäfen, damit die Anforderungen der ICAO erfüllt werden. Die Erhöhung soll ab dem 20. Juni 2026 gelten.
Suphanat stellt die Rechnung infrage
Suphanat Minchaiynunt von der People’s Party fragte die Regierung und Verkehrsminister Phiphat Ratchakitprakarn, warum sie der Erhöhung zugestimmt haben. Er will wissen, ob AOTs bisherige Einnahmen nicht längst ausgereicht hätten.
Der Abgeordnete verwies auf Gewinne von mehr als 18 Milliarden Baht im Jahr 2025 und mehr als 19 Milliarden Baht im Jahr 2024. Er fragte auch, warum AOT seine Gewinne nicht zuerst für Verbesserungen nutzt, bevor Dividenden ausgeschüttet werden.
Kritik an Ausgaben und Machtstellung
TravelNews berichtete, Suphanat habe außerdem eine Prüfung der Ausgaben und Beschaffungen von AOT verlangt. Er stellte die Frage, ob die höheren Kosten tatsächlich den zusätzlichen Einnahmen entsprechen, die nun verlangt werden.
Nach seinen Angaben hält das Finanzministerium mehr als 70 Prozent der AOT-Aktien, während das Verkehrsministerium das Unternehmen beaufsichtigt. Er warnte davor, dass keine monopolartigen Bedingungen entstehen dürften, in denen Gebühren nach Belieben steigen können.
Ministerium zieht bei Ticketpreisen die Grenze
Parallel dazu hat das Verkehrsministerium die Fluggesellschaften angewiesen, ihre geplanten Preiserhöhungen innerhalb der gesetzlichen Obergrenzen zu halten. Hintergrund sind gestiegene Treibstoffkosten, die die Betriebsausgaben im Luftverkehr nach oben getrieben haben.
Phiphat Ratchakitprakarn betonte, jede Flugpreiserhöhung müsse klar innerhalb der Preisobergrenze bleiben. Zuständig für die Überwachung ist die thailändische Zivilluftfahrtbehörde CAAT.
Ausschuss soll AOT anhören
Suphanat kündigte an, dass AOT und das Verkehrsministerium vor einen parlamentarischen Verkehrsausschuss geladen werden sollen, sobald dieser eingesetzt ist. Dort sollen sie ihre Position erklären. Damit bleibt die Gebührenerhöhung nicht nur ein Thema für Reisende, sondern auch für Politik und Aufsicht.
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