PHUKET, THAILAND – Ein virales Video zeigt ausländische Touristen, die an der Küste von Cape Panwa eine Meeresschildkröte anfassen und hochheben. Das Material, das am 23. Mai von The Phuket Times verbreitet wurde, löste eine Debatte über mögliche Schäden für das Tier und rechtliche Konsequenzen aus, woraufhin Polizei und zuständige Behörden Ermittlungen eingeleitet haben.
Video dokumentiert direkten Kontakt
Das geteilte Filmmaterial zeigt mehrere Touristen, die die Schildkröte berühren und festhalten. Das Bildmaterial verbreitete sich schnell in sozialen Medien und alarmierte Tierschutzinteressierte.
Die Aufnahmen stammen laut Berichten vom 23. Mai und konzentrieren den Ärger auf das Verhalten der Besucher statt auf natürliche Ursachen. Viele Nutzer kommentierten das Filmmaterial unmittelbar nach der Veröffentlichung.
Online-Reaktionen: Kritik und Zweifel
Ein Teil der Nutzer kritisierte die Einmischung in das Meeresleben scharf und forderte Konsequenzen. Andere wiesen darauf hin, dass die Schildkröte im Video auf den ersten Blick unverletzt wirkte.
Eine offizielle Stellungnahme der Behörden liegt noch nicht vor, während die Debatte weitergeht. Die Polizei und zuständige Stellen haben jedoch Ermittlungen angekündigt.
Fischer sehen junges Tier nach rauer See
Lokale Fischer vermuten, dass es sich um ein Jungtier handelt, das durch raue See vom üblichen Lebensraum vertrieben wurde. Diese Tiere würden normalerweise Menschen und Boote meiden, sagen die Berufsfischer.
Die Einschätzung der Fischer erklärt, warum das Tier ungewöhnlich nah an der Küste auftauchte, liefert aber keine Aussage zur Frage, ob das Anfassen Schaden verursacht hat. Experten mahnen dennoch zur Vorsicht.
Strafen möglich: Schutzgesetz könnte greifen
Umweltberichte weisen darauf hin, dass das Stören von Wildtieren in Thailand mit Strafen belegt werden kann. Störungen, die Schmerz, Schaden oder anhaltenden Stress verursachen, können rechtlich relevant sein.
Thailands Wildlife Conservation and Protection Act fokussiert sich zwar auf Jagd und Besitz, doch Behörden prüfen, ob das Gesetz bei nachweisbarem Schaden oder Stress Anwendung finden könnte. Genauigkeit der Prüfung ist entscheidend.
Ähnlicher Vorfall im November auf Similan Island
Im vergangenen November wurde ein Tourist auf Similan Island beobachtet, wie er einer Schildkröte ein Gummiband ins Maul hielt, berichteten Medien. Beamte griffen damals ein, weitere Details blieben jedoch vage.
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Ob in jenem Fall eine Festnahme erfolgte, ist laut Berichten nicht bekannt; die Behörden veröffentlichten keine abschließenden Angaben. Der Vergleich zeigt jedoch, dass solche Zwischenfälle nicht einmalig sind.
Polizei prüft Anzeige
Polizei und zuständige Behörden untersuchen das Video von Cape Panwa und prüfen mögliche rechtliche Schritte gegen die beteiligten Touristen; eine offizielle Erklärung wurde bislang nicht veröffentlicht. Die Ermittlungen sollen klären, ob durch das Anfassen Schaden oder Stress verursacht wurde.
Im Fall vom November auf Similan Island blieben Details zu einer möglichen Verhaftung unbekannt. Die Behörden setzen sich weiterhin mit solchen Vorfällen auseinander, um den Schutz der Meeresschildkröten zu gewährleisten.



…quälen und bedrängen die Schildkröte. Das habe ich in dem kurzen Video nicht gesehen. Das sich das Tier dabei nicht unbedingt wohlgefühlt hat, liegt aber in der Natur der Sache.