Mafia-Terror auf Phuket: Unternehmer kassiert Millionen für Schutzgeld

Abzocke in Patong: Unternehmer fordert Schutzgeld in Millionenhöhe und behauptet, beste Kontakte zu Behörden zu haben. Der Hilferuf erreicht die Regierung in Bangkok – wird der Sumpf aus Korruption und Willkür nun endlich trockengelegt?

Mafia-Terror auf Phuket: Unternehmer kassiert Millionen für Schutzgeld
ThaiRath

Phuket, Thailand – Chumsai Sriyaphai hat beim Premierminister ein Schreiben eingereicht und verlangt ein entschiedenes Vorgehen gegen mutmaßliche Mafia-Strukturen und Schutzgelderpressung in Patong, Phuket. Er nennt einen Mann mit dem Kürzel „Herr W.“, dem er vorwirft, Kleinhändler auf privatem Gelände monatlich 1 Million Baht abzuknöpfen, und kritisiert die langsame Bearbeitung durch die Polizei in Patong. Das Büro des Premierministers nahm das Anliegen entgegen und kündigte Prüfungen vor Ort an.

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Direkt im Regierungshaus vorgelegt

Am 5. Juni 2026 um 09:30 Uhr übergab Chumsai Sriyaphai ein Schreiben im Regierungshaus an Premierminister und Innenminister Anutin Charnvirakul. Er forderte Maßnahmen gegen Erpressung, kriminelle Vereinigungen und Verstöße gegen das Gesetz zur Schuldeneintreibung von 2015.

Das Schreiben nahm Ploythale Laksanameechan, stellvertretende Sprecherin des Büros des Premierministers, entgegen. Sie versprach, den Fall weiterzuleiten und die Regierung werde handeln.

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Vorwurf: „Herr W.“ verlangt 1 Million Baht pro Monat

Chumsai nennt in der Beschwerde einflussreiche Personen in Soi Saen Sabai in Patong und behauptet, dass ein Unternehmer mit den Initialen „Herr W.“ Kleinhändler auf einem privaten Grundstück zur Zahlung von 1 Million Baht pro Monat zwinge. Er sagt, der Mann habe angeblich gute Verbindungen zu hochrangigen Staatsbeamten in der Provinz.

Der Fall sei dem Gouverneur von Phuket gemeldet worden, doch er sei dort zunächst liegen geblieben. Zudem habe Chumsai drei Strafanzeigen bei der Polizeistation Patong erstattet.

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Polizeiarbeit teils beschleunigt, teils verzögert

Nach Chumsais Darstellung bearbeiteten die Beamten einige Anzeigen zügig, andere jedoch nur langsam, weil sie offenbar nicht im Fokus der Regierung standen. Er kritisiert diese inkonsequente Verfolgung und verlangt eine Beschleunigung.

Chumsai begründet seinen Gang zur Regierung damit, dass die Beschleunigung der Verfahren mit der Politik des Premierministers übereinstimme, einflussreiche Personen zu bekämpfen. Er bittet explizit um strengere Kontrollen bei beteiligten Staatsbeamten.

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Büro des Premierministers: Regierung will hart gegen Korruption vorgehen

Ploythale Laksanameechan betonte, die Regierung unter dem Premierminister sei entschlossen, gegen Mafia-Strukturen und korrupte Beamte vorzugehen. Sie bestätigte außerdem Hinweise, wonach in Phuket ausländische Strohmänner, insbesondere aus China und Russland, beteiligt sein könnten.

Sie zitierte die Grundlinie der Regierung: „ไม่มีใครอยู่เหนือกฎหมาย (Niemand steht über dem Gesetz)“. Staatsbeamte müssten das Gesetz genauso befolgen wie alle anderen.

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Verbindung zu früheren Regierungsmaßnahmen in Phuket

Chumsai verweist darauf, dass der Premierminister zuvor den Bang-Tao-Strand besucht habe, um das Mafia-Problem anzugehen, und kritisiert, dass ähnliche Strukturen in anderen Teilen Phukets, etwa Patong, weiterbestehen. Seiner Darstellung nach wurden diese Orte bislang weniger stark in den Blick genommen.

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ZUM ANGEBOT

Ploythale sagte, das betroffene Gebiet erinnere an Bang-Tao und nannte das Thema einen Punkt, den der Premierminister gemeinsam mit der stellvertretenden Premierministerin und Handelsministerin Supajee Suthumpun lösen wolle. Sie betonte, dass in Phuket viele einflussreiche Personen aktiv seien und an der Wurzel angepackt werden müsse.

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Nächste Schritte: Prüfung vor Ort angekündigt

Ploythale kündigte an, den Fall dem Premierminister vorzulegen und die Lage vor Ort zu prüfen, insbesondere die Bebauung auf dem fraglichen Privatgrundstück und das dortige Vorgehen. Sie schlug vor, den Ort zu besuchen und Maßnahmen vorzuschlagen.

Die Prüfung vor Ort soll auch dazu dienen, die Verstrickungen zwischen den mutmaßlichen Schutzgelderpressern und beteiligten Staatsbeamten zu klären. Ziel ist es, konkrete Handlungsempfehlungen für weitere Schritte zu erarbeiten.

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Quelle: Thairath