UDON THANI – Ein schockierender Fall erschüttert Thailand. Ein ausländisches Paar soll sein neugeborenes Baby unter einem Baum ausgesetzt haben. Das kleine Mädchen starb wenig später im Krankenhaus. Die beiden Verdächtigen verweigern jegliche Kooperation und wurden jetzt festgenommen.
Sieben Stunden bis zur Entdeckung
Überwachungsaufnahmen zeigen, wie der 39-jährige Schwede und die 29-jährige Afroamerikanerin das Baby am 10. Juni um 9:20 Uhr unter einem Regenbaum ablegen. Erst um 17:30 Uhr entdeckt jemand das bewusstlose Kind.
Die Kleine war bereits bläulich-grün verfärbt. Ein Polizist begann sofort mit Herz-Lungen-Wiederbelebung, doch die Ärzte konnten das Baby nicht mehr retten. Es starb im Krankenhaus.
Widerstand im Hotelzimmer
Die Fahnder spürten das Paar bereits einen Tag später auf. Am 11. Juni gegen 13:00 Uhr stürmten Beamte deren Hotelzimmer in der Nong Bua Community. Die Festnahme verlief turbulent.
Der Schwede soll sich massiv gewehrt haben. Polizisten mussten den 39-Jährigen körperlich fixieren und auf die Wache in Udon Thani bringen. Die Frau weinte und bestritt sofort, das Kind ausgesetzt zu haben.
Gebete statt Aussagen
Auf der Polizeistation wurde es noch merkwürdiger. Das Paar bat darum, religiöse Gesänge rezitieren zu dürfen. Ermittler sprechen von sektenartigen Beschwörungen.
Seitdem mauern die Verdächtigen komplett. Sie erkennen die Haftbefehle nicht an, verweigern Antworten und lehnen selbst einen Drogentest ab. Die Vorwürfe streiten sie kategorisch ab.
Visum seit März überzogen
Bei der Überprüfung kam zutage: Beide halten sich illegal in Thailand auf. Ihre Visa sind bereits seit März abgelaufen. Die Frau hat das Kind vor etwa zwei Wochen in Nong Khai zur Welt gebracht.
Wenige Tage später wurde der Säugling dann im Gebiet von Udon Thani unter dem Baum abgelegt. Die Polizei ermittelt nun wegen Mordes sowie Kindesaussetzung mit Todesfolge.
Psychiater sollen Klarheit bringen
Die Ermittler haben psychiatrische Gutachten für beide Verdächtige angeordnet. Bis die Ergebnisse vorliegen, bleibt unklar, ob das Paar überhaupt verhandlungsfähig ist.
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Zusätzlich warten die Beamten auf die Autopsie und DNA-Tests. Nur so lässt sich die Identität des toten Mädchens zweifelsfrei klären und die genaue Todesursache feststellen.
Diplomaten eingeschaltet
Der Fall zieht inzwischen weite Kreise. Die Polizei hat die Botschaften beider Länder informiert. Diplomatische Vertreter sollen an den weiteren Ermittlungen beteiligt werden.
Die Ergebnisse der forensischen Untersuchungen werden entscheidend sein für die nächsten Schritte und eine spätere Anklage. Das tote Baby liegt unterdessen in der Gerichtsmedizin.



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