PATTAYA – Ein 15-jähriger Junge ist am Donnerstagabend auf einer Luxus-Baustelle in Pattaya von einer Pfahlramme erfasst und getötet worden. Der Jugendliche wollte seinem Stiefvater bei der Arbeit helfen, als ihn die Schlinge der Maschine plötzlich packte und in den Mechanismus zog. Für den Teenager kam jede Hilfe zu spät.
Schrecklicher Fund auf der Baustelle
Die Rettungskräfte des Sawang Boriboon Thammasathan Rescue Center erreichten die Baustelle in der Soi Thepprasit 7 gegen 17:16 Uhr. Arbeiter standen geschockt um die schwere Pfahlramme herum, aber niemand wagte sich näher an die Maschine heran.
Im Inneren der Basis der Ramme entdeckten die Einsatzkräfte den leblosen Körper des 15-Jährigen. Der Junge, der von den Behörden nur als „A“ bezeichnet wird, war von der Schlinge erfasst und in das Gerät gezogen worden.
Eltern brachen vor Ort zusammen
Der 29-jährige Stiefvater Kantapol und die leibliche Mutter Wiphawadee, 44, saßen völlig aufgelöst in der Nähe. Die Eltern waren überwältigt von Trauer und standen kurz vor dem Zusammenbruch, während die Bergungskräfte den Leichnam behutsam bargen.
Die Überreste wurden mit einem weißen Tuch bedeckt und vom Gelände gebracht. Beide Eltern kamen anschließend zur medizinischen Versorgung und psychologischen Betreuung in ein örtliches Krankenhaus.
„Er wollte mir nur helfen“
Der Stiefvater schilderte die letzten Momente: „Wir waren dabei, die Arbeit für den Tag zu beenden, und mein Sohn bot an, beim Entfernen der Batterieklemmen zu helfen. Er sagte, er wolle mir assistieren.“ Kantapol stand sichtlich unter Schock.
„Ich weiß nicht, warum er auf die Plattform der Pfahlramme geklettert ist, aber die Schlinge erfasste ihn plötzlich und zog ihn in die Basis der Maschine“, erklärte er weiter. Der Mann alarmierte sofort den Notruf, doch Rettung kam zu spät.
Polizei prüft Fahrlässigkeit
Polizeichef Anek Sathongyu ordnete eine umfassende Untersuchung an. Die Ermittler unter Leitung von Polizeioberstleutnant Thanathip Jitari sollen den Tatort genau analysieren, Zeugen befragen und alle Projektbeteiligten vernehmen.
Die Polizei will klären, ob es sich um einen tragischen Unfall handelt oder ob Fahrlässigkeit eine Rolle spielte. Unklar ist bisher, ob der 15-Jährige offiziell auf der Baustelle beschäftigt war oder sich privat dort aufhielt.
Autopsie und Baustopp
Der Leichnam wurde zur forensischen Untersuchung überführt, um die genaue Todesursache festzustellen. Nach Abschluss der Formalitäten können die Angehörigen die sterblichen Überreste für buddhistische Bestattungsriten abholen. Die Bauarbeiten auf dem Gelände des Luxus-Eigentumswohnungsprojekts sind bis auf Weiteres eingestellt, bis die Untersuchungen abgeschlossen sind und Klarheit über den Hergang besteht.
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