Tödlicher Kraitbiss in Thailand: Mann stirbt an Gift

Angehörige finden hochgiftige Krait im Zimmer – Erst jetzt wird der wahre Grund für den Tod des jungen Mannes klar.

Tödlicher Kraitbiss in Thailand: Mann stirbt an Gift
AseanNow

Soeng Sang, Nakhon Ratchasima – Ein 21-jähriger Mann ist tot in einem Zimmer hinter einem Geschäft aufgefunden worden. Die Ursache blieb zunächst rätselhaft, bis Angehörige und der Ladenbesitzer später eine der giftigsten Schlangen Thailands im Raum entdeckten: eine Malaiische Krait.

Hochgiftige Schlange versteckte sich im Zimmer

Nach der Bestattung kehrten Familie und Ladenbesitzer zurück, um die persönlichen Sachen des Verstorbenen zu holen. Dabei entdeckten sie die Malaiische Krait – auf Thai „Ngu Thap Samingkhla“ – in einer Ecke des Zimmers.

Eine Obduktion wurde nie durchgeführt. Die Angehörigen gehen jetzt davon aus, dass der junge Mann im Schlaf gebissen wurde.

Letzte Bilder zeigen ihn um 23 Uhr

Der Ladenbesitzer hatte den 21-Jährigen am Morgen leblos aufgefunden, als er das Geschäft öffnen wollte. Aufnahmen der Überwachungskamera zeigen ihn zuletzt am Vorabend gegen 23 Uhr.

Habseligkeiten lagen verstreut im Schlafzimmer. Auffällige Spuren oder Anzeichen für ein Gewaltverbrechen fanden Polizei, Arzt und Rettungskräfte nicht.

Schaum am Mund – keine äußeren Verletzungen

Der Leichnam kam ins Soeng Sang Hospital. Dort bemerkte das Personal Schaum um den Mund, aber keinerlei sichtbare Wunden oder äußere Verletzungen.

Ein Arzt empfahl, den Körper zur vollständigen Klärung ins Maharaj Hospital zu überführen. Die Untersuchung hätte etwa zwei Tage gedauert.

Familie lehnte Obduktion ab

Die Angehörigen vermuteten eine Vorerkrankung und wollten die Todesursache nicht weiter hinterfragen. Auch der bürokratische Aufwand nach einer Autopsie schreckte sie ab.

Sie nahmen den Leichnam mit und gaben ihn für die üblichen religiösen Riten frei. Eine formelle Bestätigung der Todesursache gibt es bis heute nicht.

„Fleißig und bescheiden“ – Laden trauert um Mitarbeiter

Der Verstorbene arbeitete in dem Geschäft, zu dem das Zimmer gehörte. Der Besitzer beschrieb ihn als fleißigen und bescheidenen jungen Mann.

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Erst nachdem die Schlange auftauchte, fügte sich für die Hinterbliebenen ein Bild zusammen – doch die Gewissheit fehlt.

Kaum sichtbare Bisse – gift genug für eine Atemlähmung

Die Malaiische Krait zählt zu den gefährlichsten Giftschlangen des Landes. Ihr Nervengift kann die Muskeln fortschreitend lähmen und ohne Behandlung zum Atemstillstand führen.

Ihre kleinen Giftzähne hinterlassen oft nur winzige Einstiche, die kaum schmerzen oder anschwellen. Typische Symptome sind herabhängende Augenlider, verschwommenes Sehen, Schluckbeschwerden und Schaum vor dem Mund.

Nach einem Biss sofort ins Krankenhaus

Für Menschen, die in ländlichen Gegenden oder in der Nähe von Grünflächen leben, zeigt der Fall, wie leicht ein Biss unbemerkt bleiben kann. Jede unerklärliche Wunde oder plötzliche Schwäche nach möglichem Schlangenkontakt gehört sofort ärztlich abgeklärt.

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Mediziner raten, ruhig zu bleiben und sich kaum zu bewegen, um die Giftausbreitung zu bremsen. Aufschneiden oder traditionelle Heilmethoden sind gefährlich – im Krankenhaus müssen Betroffene oft mindestens 24 Stunden zur Beobachtung bleiben.

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Quelle: AseanNow

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