Pua, Provinz Nan – Drogenrazzia im Rathaus: Nach einem anonymen Hinweis über die landesweite Hotline 1386 rückten Drogenfahnder am 17. Juni 2026 in zwei Amtsstuben und ein Krankenhaus im Bezirk Pua an. 34 Bedienstete mussten zur Urinprobe. Drei Männer wurden positiv getestet – zwei lokale Beamte und ein Zeitarbeiter des Gesundheitszentrums. Sie gestanden, Methamphetamin über Dealer und geheime Chatgruppen bezogen zu haben. Die Regierung spricht von einem „Krebsgeschwür“ und will belastete Staatsdiener ohne Schonung entfernen.
Zwei Kommunalbeamte bei Drogentest erwischt
Die Kontrolleure des ONCB Region 5 nahmen in den Räumen zweier lokaler Verwaltungen gezielt Urinproben. Von 34 getesteten Mitarbeitern schlugen die Schnelltests bei Herrn Damrong und Herrn Suthat an. Beide bekleideten Positionen in der Kommunalverwaltung, Suthat war bereits früher wegen Drogen aufgefallen und hatte eine Behandlung hinter sich.
Bei der Befragung gaben die Männer zu, das Methamphetamin bei einem örtlichen Agenten gekauft zu haben. Daraufhin durchsuchten Beamte das Wohnhaus des Dealers und stellten Konsumutensilien sicher. Die zwei Beamten wurden sofort vom Dienst freigestellt, in Behandlungsprogramme überwiesen und müssen sich einem Disziplinarverfahren stellen.
Krankenhaus-Mitarbeiter spritzt sich Crystal Meth
Noch am selben Tag schlug der Test bei Herrn Phongphasawat, genannt Yang, an. Der monatlich bezahlte Zeitarbeiter in einem Gesundheitszentrum der Provinzgestützten Krankenhausverwaltung hatte Spuren von Suchtstoffen im Urin. Die Ermittler nahmen ihn direkt im Hospital fest.
Yang gestand, in der Nacht zum 13. Juni in einem Resort Crystal Meth konsumiert zu haben. Er löste die Droge in Salzwasser auf und injizierte sie sich. Bestellt habe er das Rauschgift über eine geheime Gruppe in sozialen Medien – der Dealer schickte ihm das Paket unauffällig direkt an die Arbeitsstelle. Auch er wurde in die Behandlung geschickt, das Krankenhaus prüft nun disziplinarische Schritte.
Lieferung per Post – Dealer in Samut Prakan im Visier
Phoongphasawats Aussagen führten die Fahnder zu einem Hotelangestellten namens Teeranipat im selben Bezirk. Mit ihm soll er zuvor schon Crystal Meth geteilt haben. Gemeinsam mit der Polizei Pua suchen die ONCB-Ermittler jetzt nach dem Mann.
Gleichzeitig identifizierten die Beamten den Lieferanten der geheimen Chatgruppe. Es soll sich um einen gewissen Amornthep aus dem Bezirk Bang Phli, Provinz Samut Prakan, handeln. Gegen ihn werden Chatverläufe und Überweisungsbelege gesichert. Die Staatsanwaltschaft bereitet eine Anklage wegen Verschwörung zu Drogenverbrechen nach Paragraf 127 des Betäubungsmittelgesetzes vor.
Null Toleranz für Drogen im Staatsapparat
Die Razzia ist Teil einer verschärften Strategie der Regierung. Anutin Charnvirakul, Premierminister, und der Generalsekretär des ONCB, PET.T Suriya Singhakamon, geben die Linie vor: Wer als Beamter oder Beschäftigter im öffentlichen Dienst in Drogen verstrickt ist, fliegt raus. „Keine Schonung, um Vertrauen und Wohlergehen der Menschen zu schützen“, heißt es aus dem Ministerium.
Die Botschaft aus der Hauptstadt ist klar: Drogensünder im Staatsdienst sollen nicht nur strafrechtlich verfolgt, sondern konsequent aus dem Amt entfernt werden. Zuletzt mehrten sich Fälle, in denen sich Betroffene über die Bestechlichkeit oder den Konsum von Beamten beschwerten.
Hinweise über 1386 – ONCB verspricht Vertraulichkeit
Das Büro des ONCB ruft die Bevölkerung dazu auf, verdächtige Beamte oder Angestellte rund um die Uhr über die Hotline 1386 zu melden. Alle Informationen würden streng vertraulich behandelt, beteuern die Fahnder. Der jüngste Schlag gegen die Drogennetzwerke in Pua geht auf einen solchen anonymen Tipp zurück.
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Die Hotline 1386 ist Teil der Strategie zur Bekämpfung von Drogen innerhalb staatlicher Institutionen. Sie ermöglicht es der Bevölkerung, Hinweise auf Drogenmissbrauch oder -handel durch Staatsbedienstete anonym und sicher zu melden.



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