PHUKET – Im Juli wird an Thailands berühmtem Inselparadies die Toleranz für illegale Strandbauten endgültig null. Das Umweltministerium bereitet den Abriss von Resorts und Geschäftsgebäuden vor, die sich auf öffentlichem Land und in Nationalparks breitgemacht haben. Niemand soll sich sicher fühlen – einflussreich oder nicht.
Nui Beach macht den Anfang
Die Ordnungskräfte haben an Nui Beach bereits die offiziellen Warnhinweise angebracht. Die rechtliche Frist für Einsprüche endet nach Angaben von Minister Suchart Chomklin noch im Juli.
Danach wird nicht mehr diskutiert: Die Behörden wollen sofort mit der Räumung beginnen. Nui Beach ist erst der Auftakt, Freedom Beach und andere Küstenabschnitte folgen.
Sirinat-Park: Hotels droht der Urkundenentzug
Im Sirinat-Nationalpark sitzen gleich mehrere Hotels auf umstrittenen Grundstücken. Der Minister erklärte, dass hier oft noch gültige Eigentumsurkunden im Weg stehen – doch Gerichtsurteile haben deren Missbrauch längst klargestellt.
Das Ministerium sammelt aktuell die Urteile des Obersten Gerichtshofs und bereitet die Anträge auf Widerruf der Landdokumente vor. Sobald das Innenministerium und das Department of Lands die Urkunden für nichtig erklären, ist der Weg für den Abriss frei.
Erst die Urkunden kippen, dann die Mauern
Suchart Chomklin betonte, dass niemand einfach so den Bulldozer anrücken darf, solange eine formell gültige Eigentumsurkunde existiert. Andernfalls drohten den Beamten Klagen wegen Sachbeschädigung.
Der schrittweise Plan lautet daher: erst die Landdokumente gerichtlich widerrufen, dann die Abrissverfügungen anbringen und schließlich die illegale Blockbebauung entfernen. Nur so hält das Vorgehen jedem Rechtsstreit stand.
„Es gibt keine Einflüsterer – niemand steht über dem Volk“
Als der Minister auf mögliche Lobby-Arbeit reicher Investoren angesprochen wurde, gab er sich kampflustig. „Es gibt keine einflussreichen Persönlichkeiten“, sagte Suchart. „Niemand ist größer als das Volk.“
Die klare Botschaft: Das sogenannte „Phuket-Modell“ zielt darauf ab, öffentlichen Grund zurückzuholen – kompromisslos und unabhängig vom Status der Besetzer. Strohmänner und illegale Firmengeflechte stehen dabei ebenso im Fokus.
Öffentlicher Zugang zu den Stränden zurückerobern
Die Aktion ist kein Einzelfall, sondern Teil einer landesweiten Kampagne gegen Landraub. Freedom Beach und Bang Tao Beach stehen längst auf der Liste, genauso wie verdächtige Sor-Kor-1-Dokumente, die unrechtmäßig auf fremdes Land angewendet wurden.
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Ziel ist es, Touristen und Einheimischen die Strände zurückzugeben und die illegale Privatisierung wertvollster Küstenstreifen zu beenden. Der Juli wird zeigen, ob den Ankündigungen nun tatsächlich die Abrissbirne folgt.



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