JOMTIEN, THAILAND – Der beliebte Küstenort Jomtien kämpft mit massiven Umweltproblemen durch illegalen Müll und verschmutztes Abwasser. Trotz regelmäßiger Reinigungsaktionen der Stadtverwaltung Pattaya bleibt die Verschmutzung von Stränden und Entwässerungskanälen ein dauerhaftes Ärgernis für Anwohner und Touristen.
Illegale Müllentsorgung belastet Jomtien
Anwohner wie Mark Pearson berichten von einer zunehmenden Verschlechterung der Situation vor Ort. Haufenweise Bauschutt, Haushaltsabfälle und Essensreste werden regelmäßig illegal abgeladen und blockieren die Entwässerungskanäle.
Der liegenbleibende Unrat sorgt nicht nur für eine starke Geruchsbelästigung, sondern gelangt bei Regenfällen direkt in das Meer. Die Problematik zieht sich mittlerweile durch weite Teile des beliebten Urlaubsortes.
Abwasser direkt in das Meer geleitet
Im Februar sorgte ein Vorfall für Aufsehen, bei dem ein Auftragnehmer Abwasser aus einem Entwässerungssystem direkt in das Meer pumpte. Die Maßnahme diente dazu, ein Landschaftsbauprojekt nicht durch stehendes Wasser zu behindern.
Zeitgleich dokumentierten Videos dunkles und übelriechendes Abwasser, das aus einem großen Auslass am südlichen Ende des Jomtien Beach in die Bucht floss. Behörden in Pattaya City bestätigten die Untersuchungen zu diesen Umweltvorfällen.


Gefährliche Trümmer am Strand
Nach den Einleitungen wurden kilometerweit Müllmengen an den Strand gespült. Neben Holz, Plastikflaschen und Schaumstoffbehältern fanden Strandbesucher auch gefährliche Nägel im Sand.
Die Anwohner kritisieren, dass die Müllmengen trotz behördlicher Inspektionen und gelegentlicher Aufräumarbeiten ein fester Bestandteil des Alltags geworden sind. Die Infrastruktur scheint mit der stetigen Entwicklung der Region nicht Schritt zu halten.
Landesweite Herausforderung für Küsten
Die Situation in Jomtien ist kein Einzelfall, sondern spiegelt ein landesweites Problem in Thailands Küstenprovinzen wider. Laut Daten der Ozeankonferenz der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2016 wurden damals rund 2,83 Millionen Tonnen Abfall unsachgemäß entsorgt.
Der Anteil von Plastik am Gesamtabfall liegt bei etwa 12 Prozent. Schätzungsweise 51.000 Tonnen dieses falsch verwalteten Plastiks gelangen jährlich in die thailändischen Gewässer.
Behörden stehen vor Daueraufgabe
Die Stadtverwaltung von Pattaya führt zwar regelmäßig Reinigungsaktionen durch, doch die illegalen Entsorgungspraktiken halten an. Besonders bei starken Regenfällen werden Müllmassen durch die Straßen und Kanäle bis an die Küste geschwemmt.
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Ob der stinkende illegal entsorgte Müll ein „dauerhaftes Ärgernis für Anwohner“ darstellt bezweifle ich. Die werfen ihren Dreck schließlich überall hin. Und das ist ja nicht nur in Jomtien so. Das wird fast überall in diesem Land so gemacht. Kann man abwarten bis das üppige Grün verdorrt ist und den Blick auf die Müllhalde namens Thailand wieder freigibt.
Thailand gehört zu den vermüülltesten Ländern überhaupt. Wieder ein Spitzenplatz in der Welt.
Ein anständiges Pfand auf Glas und Plastiklaschen…oder die Flaschensammler besser entlöhnen.
Seit den gestiegenen Treibstoffpreisen kann ich die Flaschensammler verstehen, wenn sie nicht mehr jeden abgelegenen Container nachfahren.
Angeschwemmte Nägel am Strand?
Da hat wohl eine Nail-Recycling-Company Überschuss produziert und daher illegal entsorgt.
In der Ex-TäTäRä (DDR) wäre man für diese Ware froh und glücklich gewesen und hätte damit bestimmt auch die Entsorgung des Staates verhindern können.
das ist die richtige Umgebung, wo sich sogenannte Qualitätstouristen wohlfühlen können. Solange [entfernt] Leute das nicht lernen wollen, wo sie ihren Müll entsorgen müssen, wird das nichts mit dem Tourismus für die Qualitätstouristen.
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