BANGKOK – Das Thailändische Meteorologische Amt hat eine landesweite Unwetterwarnung herausgegeben. Vom 10. bis 15. Juli drohen in weiten Teilen des Landes Sturzfluten und gefährlicher Wellengang. Grund ist ein sich verstärkender Südwest-Monsun.
Amt warnt vor Sturzfluten in 37 Provinzen
Das Thailändische Meteorologische Amt verschickte am 8. Juli um 17:00 Uhr die Warnung Nr. 1. Konkret geht es um eine Gefahrenlage durch starken bis sehr starken Regen, die von West- und Zentralthailand bis in den Osten und Süden reicht.
Die Warnung gilt für den Zeitraum vom 10. bis 15. Juli. Besonders betroffen sind ab dem 11. Juli die Westküste Südthailands, der Westen Zentralthailands und die Ostprovinzen. Die Behörde mahnt, sich auf mögliche Sturzfluten und schnell abfließendes Wasser aus den Bergen einzustellen.
Monsun bringt Unwetter, Taifun Bavi bleibt fern
Direkt ausgelöst wird das Unwetter durch einen kräftigen Südwest-Monsun über der Andamanensee und dem Golf von Thailand. Dieser gewinnt in den kommenden Tagen deutlich an Stärke.
Ein pazifischer Taifun namens „Bavi“, der zwischen dem 11. und 12. Juli über Taiwan und die chinesische Provinz Fujian zieht, nimmt keinen direkten Kurs auf Thailand. Allerdings pumpt er zusätzliche Energie in das ohnehin intensive Monsunsystem.
Gefahr auf See: Wellen peitschen bis zu vier Meter hoch
Die Prognose für Wassersportler und Fischer ist ungünstig. In der oberen Andamanensee, also etwa ab Phang Nga aufwärts, werden Wellenhöhen von 2 bis 4 Metern erwartet. In Gewitterzonen können die Wellen sogar auf mehr als 4 Meter anschwellen.
Für den oberen Golf von Thailand und die untere Andamanensee ab Phuket abwärts gilt eine Warnung vor Wellen von 2 bis 3 Metern. Kleine Boote sollen im kompletten Zeitraum gar nicht erst auslaufen.
Starkregen trifft den Norden sofort
Noch bevor die große Unwetterfront durchschlägt, muss der Norden bereits am 9. Juli mit Gewittern rechnen. Das Meteorologische Amt prognostiziert für 60 Prozent des Gebiets Unwetter. Stellenweise fällt starker Regen in Mae Hong Son, Chiang Mai, Chiang Rai, Phayao, Nan und Uttaradit.
Die Temperaturen liegen zwischen kühlen 23 Grad in der Nacht und schwülen 34 Grad am Tag. Ein Südwestwind weht mit 10 bis 20 km/h durch die Region.
Wucht der Wassermassen im Nordosten und Osten
Im Nordosten liegt die Gewitterwahrscheinlichkeit bei 40 Prozent. In Nong Khai, Bueng Kan, Udon Thani und weiteren Provinzen bis hinunter nach Ubon Ratchathani muss mit starkem Regen gerechnet werden. Die Temperaturen steigen auf bis zu 35 Grad.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Für den Osten, mit den Provinzen Chanthaburi und Trat, sagt das Amt 30 Prozent Gewitterwahrscheinlichkeit voraus. Bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 35 km/h türmen sich die Wellen vor der Küste auf, in Gewittern über 2 Meter.
Zentralthailand und Bangkok: Schwüle Hitze vor dem Sturm
Bevor die Front eintrifft, brütet die Hauptstadtregion unter 37 Grad. In Krung Thep Maha Nakhon und Umland ist meist mit Gewittern am Nachmittag und Abend zu rechnen. Die Wahrscheinlichkeit liegt bei 20 Prozent.
In den zentralthailändischen Provinzen wie Phra Nakhon Si Ayutthaya oder Kanchanaburi sieht es ähnlich aus. Sobald jedoch die Hauptwarnung greift, wird sich die Lage hier und im Westen massiv zuspitzen.
Südprovinzen teils unter Wasser, teils unter Druck
Für die Ostseite des Golfs von Thailand, etwa in Surat Thani, Nakhon Si Thammarat und Songkhla, liegt die Regenwahrscheinlichkeit zunächst bei 30 Prozent. Die Wellen auf hoher See erreichen jedoch schon jetzt 2 Meter und mehr.
An der Andamanensee-Küste im Süden, darunter Phuket, Krabi, Trang und Satun, erwartet das Amt eine Gewitterwahrscheinlichkeit von 40 Prozent. Ab Phang Nga aufwärts sind die Winde mit Geschwindigkeiten bis 35 km/h und Wellen um 2 Meter bereits jetzt gefährlich.
Behörden raten zu Vorsicht und Planung
Das Meteorologische Amt appelliert an die Bevölkerung, in der betroffenen Periode besonders umsichtig zu sein. Leben und Reisen sollten an die schwierigen Wetterumstände angepasst werden. Wer in den hohen Norden Taiwans oder Chinas reisen will, soll zwingend die Wetterentwicklung prüfen.
Die nächste offizielle Bekanntmachung wird am 9. Juli um 05:00 Uhr erwartet. Verfolgen lassen sich alle Updates auf der Website des Amtes oder rund um die Uhr unter den Hotlines 0-2399-4012-13 und 1182.



Wichtiger Hinweis für unsere Leser
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln: