Unwetter-Warnung für Thailand: Schwere Regenfälle in 35 Provinzen

Gefahr von Sturzfluten und Erdrutschen: Das Wetteramt warnt vor massiven Überflutungen in der Metropolregion Bangkok sowie zahlreichen Provinzen. Droht dem Land nach den heftigen Regenfällen der Ausnahmezustand?

Unwetter-Warnung für Thailand: Schwere Regenfälle in 35 Provinzen
KhaoSod

BANGKOK – Das Thailändische Meteorologische Amt warnt 35 Provinzen vor heftigen Regenfällen in den nächsten 24 Stunden. Ein moderater Südwest-Monsun und ein Tiefdruckgebiet über Vietnam bringen die Gefahr von Sturzfluten und reißenden Gebirgsbächen. Vor allem Hanglagen und tiefer gelegene Gebiete sind bedroht. Auch auf dem Meer wird es ungemütlich.

Norden und Nordosten: Gewitter und starke Regengüsse

In den nördlichen Provinzen Mae Hong Son, Tak, Phitsanulok und Phetchabun treten in 40 Prozent des Gebiets Gewitter und stellenweise starke Regenfälle auf. Die Temperaturen liegen nachts zwischen 23 und 25 Grad, tagsüber klettert das Thermometer auf 32 bis 35 Grad. Der Südwestwind weht mit 10 bis 20 km/h.

Ähnlich sieht es im Nordosten aus. In Bueng Kan, Sakon Nakhon, Nakhon Phanom, Mukdahan, Amnat Charoen und Ubon Ratchathani muss mit Gewittern und stellenweise kräftigem Regen gerechnet werden. Auch hier liegen die Tiefstwerte bei 23 bis 25 Grad, die Höchstwerte erreichen 33 bis 35 Grad.

Zentralebene und Osten: Bangkok und Umland betroffen

In der Zentralregion und im Großraum Bangkok erstrecken sich die Gewitter über 40 Prozent der Fläche. Besonders betroffen sind Provinzen wie Nakhon Sawan, Chainat, Suphan Buri, Ayutthaya, Saraburi und Kanchanaburi. Der Großraum Bangkok mit Nakhon Pathom, Samut Songkhram und Samut Sakhon bleibt ebenfalls nicht verschont. Die Temperaturen sinken nachts auf 23 bis 26 Grad, am Tag werden schwüle 34 bis 36 Grad erreicht.

Für die Ostregion an der Golfküste gilt die höchste Regenwahrscheinlichkeit. In Nakhon Nayok, Prachin Buri, Chanthaburi und Trat erwartet die Behörde in weiten Teilen, konkret 60 Prozent, Gewitter und ergiebigen Starkregen. Der Wind frischt auf 20 bis 35 km/h auf und treibt die Wellen im oberen Golf von Thailand auf etwa 2 Meter Höhe. In Gewitternähe sind auch deutlich höhere Wellen möglich.

Westküste: Andamanensee schlägt hohe Wellen

Die Westküste Thailands bekommt den Südwest-Monsun direkt zu spüren. Für Ranong, Phang Nga, Phuket und Krabi gilt eine Regenwahrscheinlichkeit von 60 Prozent mit stellenweise heftigen Niederschlägen. Die Temperaturen liegen zwischen 24 und 26 Grad in der Nacht und erreichen tagsüber 30 bis 34 Grad.

Auf dem Meer nördlich von Phuket weht der Wind mit 20 bis 35 km/h und peitscht die Wellen auf rund 2 Meter hoch. Südlich von Krabi liegen die Wellenhöhen zwischen 1 und 2 Metern. In Gewitterzonen türmen sich die Wellen überall auf deutlich über 2 Meter auf.

Golfküste im Süden: Unruhige See auch im Osten

Die Ostseite des Golfs von Thailand bleibt ebenfalls nicht trocken. In den Provinzen Chumphon, Surat Thani, Nakhon Si Thammarat, Pattani, Yala und Narathiwat meldet die Behörde eine Regenwahrscheinlichkeit von 40 Prozent. Das bedeutet vor allem für das südliche Festland ab Surat Thani aufwärts einen ungemütlichen Mix aus Regen und Wind.

Der Wind weht aus West mit 20 bis 35 km/h. Das Meer ist mit Wellen von 1 bis 2 Metern bewegt, küstenfern sind es etwa 2 Meter. In Gebieten mit Gewittern schlagen die Wellen ebenfalls höher. Von Nakhon Si Thammarat südwärts fällt der Wind mit 15 bis 35 km/h etwas schwächer aus, die Wellen erreichen 1 Meter, küstenfern bis zu 2 Meter.

Maritime Gefahr: Schifffahrt zur Vorsicht gemahnt

Die Behörde richtet einen eindringlichen Appell an alle Schiffsführer. In der Andamanensee und im Golf von Thailand sollten Schiffe Gewitterzonen meiden, da dort Wellen von über 2 Meter auftreten können. Der Südwest-Monsun hat sich zwar auf einen moderaten Status abgeschwächt, sorgt aber weiter für unberechenbare Bedingungen auf See.

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Das Meteorologische Amt mahnt die gesamte Bevölkerung in den genannten Risikogebieten, die Wetterlage ernst zu nehmen. Besonders in den 35 betroffenen Provinzen besteht durch die angestauten Regenmassen die Gefahr von plötzlichen Sturzfluten und Wildbächen. Hanglagen nahe Wasserwegen und tiefer gelegene Gebiete gelten als besonders gefährdet.

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Quelle: Khaosod Thai

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