TRAT – Nach jahrelangen Planungen nimmt die Brücke zwischen Koh Chang und dem Festland konkrete Formen an. Thailands Expressway Authority (EXAT) hat bei einer öffentlichen Anhörung den aktuellen Zeitplan vorgestellt. Bei einem reibungslosen Verlauf könnte die Verbindung 2035 für den Verkehr freigegeben werden.
Eröffnung für 2035 anvisiert
EXAT präsentierte am Donnerstag in Trat die neuesten Machbarkeitsstudien und holte öffentliches Feedback ein. Die Behörde rechnet mit der Kabinettsgenehmigung für 2029.
Der erste Spatenstich soll 2031 erfolgen. Bleiben grössere Verzögerungen aus, könnten Autos und Busse ab 2035 über die Brücke rollen – und damit die oft überlasteten Fähren ersetzen.
Milliarden für Grundstücksentschädigung
Für die Trasse müssen 66 private Grundstücke weichen. 23 Eigentümer sind auf Koh Chang betroffen, 43 im Bezirk Laem Ngop auf der Festlandseite.
Die Entschädigung soll auf Basis aktueller Marktpreise nach dem Landenteignungsgesetz von 2019 berechnet werden. Erste Schätzungen gehen von einer Summe in Milliardenhöhe aus, ohne dass EXAT eine konkrete Zahl nannte.
Umweltprüfung als nächster grosser Schritt
Bevor Bagger anrücken können, steht eine umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung an. EXAT veranschlagt dafür etwa ein Jahr.
Erst wenn diese Prüfung abgeschlossen ist und grünes Licht vom Kabinett kommt, kann das Vergabeverfahren für den Bau starten.
Private Investoren gesucht
Später in diesem Jahr will EXAT mit einem Markterkundungsverfahren beginnen. Der Plan: Private Geldgeber für das Milliardenprojekt gewinnen.
Die Behörde setzt auf ein Modell der öffentlich-privaten Partnerschaft. Erste Gespräche mit Interessenten sollen noch 2026 starten.
Maut orientiert sich an Fährpreisen
Für die Nutzung der neuen Seebrücke wird eine Maut fällig. Die Höhe soll sich aber eng an den heutigen Preisen für die Fährüberfahrt bewegen.
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EXAT betont, man wolle die Anwohner nicht zusätzlich belasten. Pendler, die täglich zwischen Insel und Festland unterwegs sind, sollen finanziell nicht schlechter gestellt werden als heute.
Lokale Zustimmung und Bedenken
Viele Einheimische begrüssen die Brücke als überfälligen Entwicklungsschub für Koh Chang. Sie versprechen sich kürzere Wege zum Festland – besonders für Krankenhausbesuche, Studenten und den täglichen Einkauf. Nicht alle sind überzeugt. Einige vom Grunderwerb betroffene Bewohner äusserten bei der Anhörung Bedenken. Sie fürchten um ihre Grundstücke, auch wenn EXAT marktgerechte Entschädigungen zusagt.
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