PATTAYA – Gouverneur Narit Niramaiwong leitete am Freitag ein hochrangiges Treffen im Rathaus von Pattaya, das Brandschutz-Fehlern in Unterhaltungslokalen einen Riegel vorschieben soll. Hintergrund ist ein verheerender Brand in Bangkok mit 35 Toten. Betreibern drohen nun Lizenzentzüge, wenn sie Sicherheitsauflagen nicht einhalten.
Sofortige Pflicht zur Nachrüstung
Gouverneur Narit wies alle Betreiber an, ihre Brandschutzsysteme unverzüglich zu prüfen und aufzurüsten. Mängel müssen ohne Verzögerung behoben werden.
Wer dagegen verstößt oder fahrlässig handelt, dem will die Provinz die Betriebslizenz nicht verlängern. Narit nannte die Sicherheit von Öffentlichkeit und Touristen die oberste Priorität der Provinz.
Bangkok-Katastrophe mit 35 Toten gab den Ausschlag
Das Treffen folgte auf einen tödlichen Brand in einem Unterhaltungslokal im Bangkoker Stadtteil Lat Phrao. 35 Menschen starben, Dutzende wurden verletzt.
Hinzu kam ein ähnlicher Vorfall im Jahr 2022 im Lokal Mountain B in Sattahip. Beide Ereignisse machten deutlich, dass die Sicherheitsstandards dringend steigen müssen, besonders in Touristenhochburgen wie Pattaya und Banglamung.
Polizei deckt die größte Gefahr auf
Polizeigeneralmajor Phongphan Wongmaneethet erklärte, viele Opfer früherer Brände seien nicht durch Flammen gestorben. Rauchgasvergiftung und Sauerstoffmangel seien die häufigsten Todesursachen.
Er verlangte funktionierende Brandschutzsysteme, freie Fluchtwege und klare Evakuierungsverfahren. Personal müsse im Umgang mit Löschgeräten geschult sein und Gäste im Notfall sicher hinausführen können.
Was die Betreiber jetzt umsetzen müssen
Die Behörden legten einen Katalog verbindlicher Maßnahmen vor. Dazu zählen normgerechte Brandschutzsysteme, regelmäßige Kontrollen von Elektrik und Feuerlöschern sowie funktionstüchtige Notausgänge, die nicht blockiert oder verschlossen sein dürfen.
Außerdem verlangt die Provinz klare Ausgangsbeschilderung, Notbeleuchtung, strenge Kapazitätsbegrenzungen, Sicherheitspersonal und Videoüberwachung an Schlüsselstellen. Jedes Lokal muss dokumentierte Notfallpläne vorweisen und regelmäßig Evakuierungsübungen durchführen.
Nächtliche Evakuierungsübungen angeordnet
Die Pläne sehen vor, Feuer-Evakuierungsübungen in den Nachtstunden durchzuführen. So sollen Systeme und Einsatzbereitschaft des Personals unter realistischen Bedingungen getestet werden.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Betreiber müssen Feuerlöscher, Brandmeldeanlagen und Sicherheitsausrüstung jederzeit einsatzbereit halten. Das Personal soll Gäste im Notfall aktiv unterstützen können, nicht nur die eigene Flucht sichern.
Unter 20 Jahren ist der Zutritt tabu
Die Behörden ordneten ein absolutes Zutrittsverbot für Personen unter 20 Jahren an. Gleichzeitig herrscht striktes Verbot für Waffen und Drogen in den Lokalen.
Verstöße sollen mit voller Härte des Gesetzes geahndet werden. Die Maßnahmen zielen darauf ab, Sicherheitsstandards zu erhöhen und das Vertrauen von Touristen und Einwohnern zurückzugewinnen.
Auch Schlägereien und blockierte Gehwege im Visier
Narit forderte die Betreiber auf, Feuerwerk in den Räumlichkeiten zu verbieten und Versicherungsschutz für Kunden zu fördern. Schlägereien auf dem Gelände müssten unterbunden werden.
Auch öffentliche Flächen sollen besser reguliert werden, vor allem, wenn Mietfahrzeuge Straßen blockieren. Die Kontrollen werden von den Polizeistationen Pattaya, Nongprue, Banglamung und Huai Yai gemeinsam getragen.
Gratulation für wiedergewählten Bürgermeister
Nach dem Treffen überreichten Gouverneur Narit und Polizeigeneralmajor Phongphan dem Pattaya-Bürgermeister Poramese Ngampichet ein Blumenarrangement. Sie gratulierten ihm zur Wiederwahl und Rückkehr ins Amt.
Lesen Sie auch: Brandunglück mit 35 Todesopfern: Ursache jetzt bekannt
Die Beamten versprachen eine kontinuierliche Zusammenarbeit für die Stadtentwicklung bei gleichzeitiger Stärkung aller Sicherheitsmaßnahmen. Das Vertrauen der Öffentlichkeit und Touristen solle so langfristig gesichert werden.

Wichtiger Hinweis für unsere Leser
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln: