BANGKOK – Das Thailändische Meteorologische Amt warnt vor einer massiven Unwetterwelle. Vom 26. bis 30. Juli 2026 bringen ein Monsuntrog und der sich verstärkende Südwest-Monsun schweren bis sehr schweren Regen in weite Teile des Landes. Sturzfluten, abfließendes Gebirgswasser und hoher Seegang werden zur Gefahr.
Warnung Nr. 5: Schwerer Regen ab morgen
In einer am 25. Juli 2026 um 17:00 Uhr veröffentlichten Mitteilung konkretisierte der Wetterdienst die Bedrohungslage. Bereits für den 26. Juli gilt für die Westküstenprovinz Ranong sehr starker Regen.
Starker Regen trifft zudem Mae Hong Son, Tak, Phitsanulok und Phetchabun im Norden, die Nordostprovinzen Nong Khai, Bueng Kan, Sakon Nakhon, Nakhon Phanom und Ubon Ratchathani, Kanchanaburi in der Mitte sowie Chanthaburi und Trat im Osten. An der Westküste kommt Phang Nga hinzu.
Die See wird zum Risiko für Schiffe und kleine Boote
Besonders brisant ist die Lage auf dem Wasser. In der nördlichen Andamanensee türmt der Wind Wellen von zwei bis drei Metern auf, in Gewitterzonen sogar mehr als drei Meter. Der obere Golf von Thailand und die südliche Andamanensee verzeichnen Wellen um die zwei Meter.
Das Amt richtet einen eindringlichen Appell an Schiffsführer: Sie sollen mit äußerster Vorsicht navigieren und Gewitterzonen meiden. Für kleine Boote in der nördlichen Andamanensee gilt ein striktes Auslaufverbot während dieser Tage.
Monsuntrog legt sich über das Land
Die Ursache für die extreme Wetterlage liegt in einem Zusammenspiel zweier Faktoren. Ein Monsuntrog, der sich von Norden bis in den oberen Nordosten erstreckt, trifft auf den deutlich an Kraft gewinnenden Südwest-Monsun.
Diese Konstellation pumpt feuchte Luftmassen ins Land und sorgt für die langanhaltenden, teils sintflutartigen Niederschläge. Die Behörde warnt ausdrücklich vor den Folgen des akkumulierten Regens, der besonders Hanglagen und tiefe Gebiete in Gefahr bringt.
Taifun „Noeul" streift China – kein direkter Treffer für Thailand
Parallel zur Monsunlage zieht der Taifun „Noeul“ über das obere Südchinesische Meer. Er soll am 26. Juli auf die Küste der chinesischen Provinz Guangdong treffen.
Das Meteorologische Amt stellt klar: Der Sturm zieht nicht auf Thailand zu. Reisende in die betroffene Region werden jedoch gebeten, vor Abflug oder Abfahrt zwingend die aktuellen Wetterbedingungen zu prüfen.
Provinzen am 26. Juli betroffen
Der Süden an der Westküste erlebt mit Ranong sehr starken Regen. In der Mitte ist Kanchanaburi stark betroffen, im Osten die Küstenprovinzen Chanthaburi und Trat.
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Der Nordosten bekommt die volle Wucht in Nong Khai, Bueng Kan und Nakhon Phanom ab. Am 27. Juli kommen im Osten Rayong, im Süden Phuket und Surat Thani sowie in der Mitte Ratchaburi und Saraburi hinzu.
Am 28. und 29. Juli: Weite Teile des Landes betroffen
Am Dienstag und Mittwoch erreicht die Wetterlage ihre größte räumliche Ausdehnung. Der sehr starke Regen greift tief in den Nordosten aus und erfasst mit Nakhon Phanom, Mukdahan, Amnat Charoen und Ubon Ratchathani weite Teile der Region.
Am 29. Juli verdichtet sich die Liste der extrem bedrohten Provinzen auf neun im Nordosten, von Nong Khai über Kalasin, Maha Sarakham und Roi Et bis nach Ubon Ratchathani. Selbst Bangkok und sein Umland müssen sich auf ergiebigen Starkregen einstellen.
Am 30. Juli: Verschiebung der Gefahrenzonen
Am 30. Juli verlagert sich der Schwerpunkt der sehr starken Niederschläge. Dann stehen vor allem der Norden mit Phitsanulok und Phetchabun, der Nordosten mit Loei und Chaiyaphum sowie die Mitte mit Kanchanaburi im Fokus.
Im Osten trifft es erneut Rayong, Chanthaburi und Trat mit voller Wucht. Der Regen wird zwar insgesamt etwas weniger flächendeckend, bleibt aber für die genannten Gebiete eine hohe Gefahr für Sturzfluten.
Gewitter in weiten Teilen des Landes
In der Nacht zum 26. Juli ziehen massive Gewitter auf. Im Norden, Nordosten und Osten muss der Großteil der Region mit Gewittern und stellenweisem Starkregen rechnen.
Bangkok und der Großraum sowie die Mitte sind mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 Prozent betroffen. Nur die Ostküste des Golfs von Thailand zeigt sich mit 40 Prozent Gewitterwahrscheinlichkeit etwas ruhiger.
Behörde mahnt zur Umsicht und gibt Hotlines durch
Das Meteorologische Amt ruft die Bevölkerung auf, ihre Lebens- und Reiseplanung für die gefährliche Periode vorsichtig zu gestalten. Besondere Wachsamkeit gilt für Anwohner an Berghängen, in der Nähe von Wasserläufen und in Senken.
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Rund um die Uhr sind Informationen unter den Telefonnummern 0-2399-4012-13 und 1182 sowie auf der Webseite tmd.go.th abrufbar. Die nächste Aktualisierung der Warnung erscheint am Sonntagmorgen um fünf Uhr.
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Auch auf meiner Wetter App ist es schon am regnen. Wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich Sonnenschein. Aber das kann ja noch kommen, in der Regenzeit nicht ungewöhnlich. Für das Kerzenfestival, das am 28. hier in Ubon startet, hat es natürlich den Vorteil, der Wachs schmilzt nicht so schnell.