Bangkok – Thailands Gesundheitsbehörde schlägt Alarm: Seit Juni steigen die Mpox-Fälle im Land sprunghaft an. Das Department of Disease Control (DDC) meldet 139 bestätigte Infektionen und zwei Todesfälle allein in diesem Jahr. Besonders besorgniserregend: Die neue Virusvariante Clade Ib hat sich in Thailand als dominanter Stamm durchgesetzt.
Clade Ib wird zur dominanten Variante
Von den landesweit bestätigten Fällen entfielen 88 auf die Variante Clade Ib. Diese hat die zuvor verbreitete Clade II in Thailand in der Häufigkeit überholt.
Obwohl mit dem Stamm Clade Ib bisher kein Todesfall direkt verknüpft ist, beobachtet die Behörde die Entwicklung mit großer Sorge. Die Übertragung erfolgt meist bei engem Körperkontakt.
Zwei Todesfälle bei HIV-Patienten
Die beiden Verstorbenen lebten mit HIV. Ihr geschwächtes Immunsystem erhöhte das Risiko für einen schweren Verlauf der Viruserkrankung drastisch.
Von den 139 Infizierten waren 76 HIV-positiv. Das DDC richtet seinen Appell nun gezielt an Menschen mit Vorerkrankungen und generell an alle Risikogruppen.
Bangkok und Touristenziele stark betroffen
Die höchsten Infektionszahlen verzeichnet die Behörde in Bangkok und den umliegenden Provinzen. Auch große städtische Zentren und beliebte Touristenziele sind betroffen.
135 der Infizierten sind Männer, nur vier Frauen. Das Durchschnittsalter der Patienten liegt bei 36 Jahren.
Eindringliche Warnung an Risikogruppen
Das DDC empfiehlt Menschen mit geschwächtem Immunsystem, kleinen Kindern, Schwangeren und Krebspatienten dringend, engen Kontakt zu potenziell Infizierten zu meiden. Schon der Kontakt mit Hautläsionen oder Körperflüssigkeiten kann das Virus übertragen.
Wer möglicherweise Kontakt zu einem Infizierten hatte, muss seinen Gesundheitszustand genau 21 Tage lang beobachten. Bei Ausschlag, Blasen, Fieber oder geschwollenen Lymphknoten ist sofort medizinische Hilfe nötig.
So schützt man sich vor dem Virus
Neben strikter Hygiene und regelmäßigem Händewaschen raten die Experten zu Desinfektionsmitteln auf Alkoholbasis. Hautkontakt wie Umarmungen, Küsse oder sexuelle Aktivitäten mit Personen, die einen Ausschlag haben, gilt es unbedingt zu vermeiden.
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Pflegepersonal und Angehörige von Infizierten müssen komplette Schutzausrüstung mit Masken, Handschuhen und Kitteln tragen. Die Impfung mit JYNNEOS bietet Risikogruppen einen zusätzlichen Schutz vor einer Infektion mit dem Mpox-Virus.
Hintergrund zur Übertragung
Die meisten Infektionen in diesem Jahr stehen im Zusammenhang mit sexuellem oder engem physischem Kontakt.
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