Affenpocken-Variante Clade Ib verdrängt andere Stämme in Thailand

Die aggressive Mpox-Variante Clade Ib verdrängt in Thailand den bisherigen Hauptstamm – 88 von 139 Patienten sind betroffen. Besonders gefährdet sind HIV-Positive.

Affenpocken-Variante Clade Ib verdrängt andere Stämme in Thailand
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BANGKOK – Die Zahl der Mpox-Fälle in Thailand steigt seit Juni deutlich an, vor allem die neue Virusvariante Clade Ib breitet sich rasant aus. Bis Mitte Juli registrierten die Gesundheitsbehörden 139 Infizierte und zwei Todesfälle. Die Behörde für Krankheitskontrolle mahnt zur Wachsamkeit, bittet aber ausdrücklich darum, nicht in Panik zu verfallen.

Variante Clade Ib verdrängt bisherigen Erreger

Von den 139 in diesem Jahr erfassten Mpox-Patienten infizierten sich 88 mit der Variante Clade Ib. Seit Ende Mai verdrängt dieser Erregertyp den bisher vorherrschenden Clade-II-Stamm. Die WHO behält die Entwicklung wegen der länderübergreifenden Ausbreitung im Blick.

Todesfälle durch die Clade-Ib-Variante wurden in Thailand bislang nicht verzeichnet. Die Abteilung für Krankheitskontrolle betont, dass die proaktive Überwachung und die Untersuchung von Risikogruppen jetzt höchste Priorität haben.

139 Infizierte, zwei Tote – vor allem Männer betroffen

Vom 1. Januar bis zum 18. Juli erfasste das Überwachungsprogramm M-EBS landesweit 139 Mpox-Fälle und zwei Todesopfer. Beide Verstorbenen hatten zusätzlich eine HIV-Infektion. Unter den Patienten sind 135 Männer und vier Frauen, das Durchschnittsalter liegt bei 36 Jahren.

Die Betroffenen stammen überwiegend aus Bangkok und dem Umland, aus Großstädten sowie aus Tourismusprovinzen. 123 der Infizierten sind thailändische Staatsbürger, neun Personen kommen aus Myanmar, sieben weitere aus anderen Ländern.

Mehr als die Hälfte der Infizierten hat HIV

76 der 139 Patienten und damit 54,68 Prozent leben mit dem HI-Virus. Die Behörde stuft diese Gruppe als besonders gefährdet ein und fordert eine lückenlose medizinische Betreuung. Auch kleine Kinder, Schwangere, Krebspatienten und Menschen mit Blutkrankheiten müssen sich vor einer Ansteckung schützen.

Der Hauptübertragungsweg ist enger Hautkontakt mit Pusteln, Ausschlägen oder Körperflüssigkeiten von Erkrankten. Auch Gegenstände, die mit dem Erreger verunreinigt sind, können das Virus übertragen.

Symptome genau beobachten – bei Verdacht sofort zum Arzt

Ausschlag, Bläschen oder eitrige Pusteln an Genitalien, im Analbereich oder an Händen, Füßen, Brust, Gesicht und im Mund sind die ersten Warnzeichen. Begleitend können Fieber, geschwollene Lymphknoten hinter den Ohren, am Hals oder in der Leiste, Halsschmerzen, verstopfte Nase und Husten auftreten.

Die Gesundheitsbehörde rät, jeglichen engen Kontakt mit Verdachtspersonen sowie Geschlechtsverkehr mit Unbekannten zu meiden. Wer Symptome oder eine Risikogeschichte hat, soll unverzüglich eine Klinik aufsuchen und dort die Hinweise auf eine mögliche Mpox-Infektion melden.

21 Tage Isolation – Ärzte prüfen antivirale Medikamente

Die meisten Mpox-Patienten können ihre Symptome zu Hause auskurieren und müssen sich isolieren. Die empfohlene Absonderung dauert etwa 21 Tage oder so lange, bis alle Pusteln verkrustet und abgefallen sind und die Haut verheilt ist.

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Bei Patienten mit erhöhtem Risiko für einen schweren Verlauf wägen die behandelnden Ärzte antivirale Medikamente ab. Die Behörde unterstreicht, dass schnelle Tests und eine frühe Behandlung die Ausbreitung bremsen und schwere Krankheitsverläufe verhindern.

Behörde rät: Keine Panik, aber wachsam bleiben

Dr. Direk Khampan, stellvertretender Generaldirektor der Abteilung für Krankheitskontrolle, ruft die Menschen dazu auf, die Bekanntmachungen der Gesundheitsämter aufmerksam zu verfolgen. Die Lage sei beherrschbar, sofern sich alle an die Schutz- und Meldeempfehlungen hielten.

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Ein vorsichtiger Umgang mit möglichen Infektionsrisiken sowie die rasche ärztliche Abklärung bei Symptomen sind aus Sicht der Behörde die wirksamsten Mittel gegen eine weitere Verbreitung des Virus.

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Quelle: ThaiPBS News

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